Dienstag, 21. Oktober 2014

[The Movies] The Maze Runner

(c) 20th Cent. Fox
113 min., mit Dylan O'Brien, Kaya Scodelario, Will Poulter; Regie: Wes Ball

Dystopische Buchverfilmung. Ohne jegliche Erinnerung wacht Thomas in einer Art Box auf. Diese schickt ihn in ein von endlos hohen Mauern umgebenes Tal, in dem lauter Teenager-Jungs leben. Niemand von ihnen erinnert sich woher er kommt oder wer er ist - nur den eigenen Namen kennen sie. Ebenso unklar ist ihnen, was sie in diesem Tal machen und warum jedes Monat ein neuer Junge zu ihnen geschickt wird.
Was sie allerdings wissen: es gibt keinen Ausweg und das Leben hier ist gefährlich. Das Tal ist umgeben von einem Labyrinth, dessen Tor sich bei Sonnenaufgang öffnet und bei Sonnenuntergang schließt. Wer vor Nachteinbruch nicht wieder im Tal ist, wird nie mehr wieder gesehen.
Die meisten der Teenager sind mit Arbeiten wie Landwirtschaft und Zimmerei beschäftigt - einige jedoch sind schnelle Läufer und erkunden tagsüber das Labyrinth, um nach einem Ausweg zu suchen.
Als Thomas kommt, rüttelt er die eingefahrene Gesellschaft gehörig auf und geht einige Risiken ein, um den Grund ihrer Anwesenheit zu erfahren.

Schöne Bilder und eine sehr interessante Idee - die vor allem auf die Buchvorlage neugierig macht. Bei der Verfilmung gibt es leider einige Mankos - bis zum letzten Drittel plätschert die Story eher vor sich hin, wer das Buch nicht gelesen hat tut sich auch mit einigen der Ausdrücke wie "Shank" schwer. Es wird wohl vorausgesetzt, dass man die Vorlage kennt (was ich noch nicht getan habe, nun aber gerade nachhole - und es ergibt jetzt schon mehr Sinn).
Das letzte Drittel gibt wieder ein wenig mehr Tempo vor und macht tatsächlich neugierig auf eine Fortsetzung. Alles in allem bleibt es aber eher ein mittelmäßiger Film, der für Kenner des Romans sicher mehr Sinn macht als für jene, die quasi blank in den Kinosaal spazieren.




Weitere Ausführung zum Thema Selbstfindung in der Adoleszenz (schön dargestellt durch das "nicht wissen, wer man ist und man hier macht") spare ich mir für die Buchrezension - die wird wohl etwas mehr hergeben als der Film.

https://www.amazon.de/The-Maze-Runner-Series/dp/1909489409/ref=as_sl_pc_ss_til?tag=blattgold-21&linkCode=w01&linkId=MJW4D3W3Q7JYOWK2&creativeASIN=1909489409https://www.amazon.de/The-Maze-Runner-Series/dp/0385388896/ref=as_sl_pc_ss_til?tag=blattgold-21&linkCode=w01&linkId=KIPT7LT7U4NTGNIH&creativeASIN=0385388896https://www.amazon.de/Maze-Runner-Trilogie-Auserw%C3%A4hlten-Schuber-Bonusmaterial/dp/3551520682/ref=as_sl_pc_ss_til?tag=blattgold-21&linkCode=w01&linkId=WSVJLYAFAU5FPQ6G&creativeASIN=3551520682
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Kommentare:

  1. Ich fand den Film deutlich besser als mittelmäßig. Allein, dass die Schauspieler alle durchweg richtig gut waren, hat mich sehr glücklich gemacht. Ich habe das Gefühl das ist in YA Verfilmungen in letzter Zeit nicht immer der Fall (City of Bones), mag auch oft am Skript liegen.
    Was mir persönlich gefehlt hat, waren die Emotionen. Klar, ich mochte die Jungs alle gern und spannend fand ich's auch, aber irgendwie fehlt es mir an Herz. Das Problem hab ich schon mit den Büchern gehabt... überhaupt bin ich kein großer Fan der Bücher (habe nur 1 1/2 gelesen), da finde ich den Film um Welten besser.

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    1. Verdammt, jetzt hat das Formular meine Antwort geschluckt und ich muss es nochmal schreiben xD

      Hm, ich kann den Film leider nicht besser als "gut" bzw. mittemäßig in meinem Befinden bezeichnen ... hätt ich ihn im Fernsehen gesehen, hätt ich daneben wohl ein Buch gelesen. Verglichen mit wirklich gut gelungenen YA-Verfilmungen wie Tribute spielt Maze Runner halt in einer anderen Liga. Er ist wie gesagt nicht schlecht - man kann ihn sich durchaus ansehen und dabei einen netten Kino-Abend genießen. Hab ich ja auch gemacht. Mein Hauptkritikpunkt war halt der, dass sich jemand, der die Bücher nicht kennt, nicht ganz auskennt - es gibt einfach deutlich zu viele Andeutungen wie z.B. Ausdrücke wie "Shank", die nur im Buch erklärt werden, nicht wirklich aber im Film.

      Ich hab bei Buch 1 jetzt mal ein paar Kapitel reingelesen und find es sehr gut ... aber mal abwarten :D

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    2. Hm, das seh ich wirklich anders. An die Hunger Games kommt zwar nichts ran, aber ich finde schon, dass es von der Machart und den Schauspielern her die selbe Liga ist.
      Wie es für jemanden ist, der die Bücher nicht kennt, kann ich natürlich nicht einschätzen, aber ich stelle mir vor, dass man dann schon mal den Vorteil hat alles spannender und schockierender zu finden. Und ich fand diese Fantasiebegriffe haben sie im Film ganz schön runtergefahren, zum Glück. Die fand ich schon im Buch zu affig :P
      Bin ja gespannt, ob du am Ende wirklich das Buch besser als den Film finden wirst.

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