Samstag, 23. März 2013

[Rezension] Stephen King, 'Salem's Lot

(c) Anchor



672 Seiten
Anchor
Paperback
Englisch: medium - hard
Vokabular: für erfahrene Englischsprecher/-leser












Inhalt (lt. U4-Text):
Ben Mears has returned to Jersualem's Lot in the hopes that living in an old mansion, long the subject of town lore, will help him cast out his own devils and provide inspiration for his new book. But when two young boys venture into the woods and only one comes out alive, Mears begis to realize that there may be something sinister at work and that his hometown is under siege by forces of darkness far beyond his control.

Zum Buch:
Stephen King ist bekanntlich der Meister der Horrorgeschichten - und der Titel scheint nicht unverdient zu sein. In 'Salem's Lot legt er eine Vampirgeschichte vor, die mehr Schrecken durch die gruselige Kleinstadtatmosphäre als durch die tatsächlichen Wesen der Nacht verbreitet.

In 'Salem's Lot geht es in erster Linie um eine kleine Stadt - Jersualem's Lot - dessen Bewohner und deren Gewohnheiten detailliert dargestellt werden. Die Routine dieser kleinen Stadt wird erschüttert, als Ben Mears - Schriftsteller mit traumatischer Vergangenheit - auftaucht und bald darauf Kinder vermisst werden. Der erste Verdacht fällt natürlich auf den Außenseiter, doch bald ist klar, dass nicht Ben am Verschwinden der Kinder Schuld ist und auch sonst scheint einiges in 'Salem's Lot schief zu laufen.

Die Spannung der Geschichte baut King sehr geschickt auf. Zu Beginn wird sehr genau beschrieben wie das Leben in 'Salem's Lot abläuft, die einzelnen Bewohner werden nach und nach vorgestellt, sodass man ein recht gutes Gefühl für die Eigenheiten der Stadt bekommt. Und es sind genau diese detaillierten Beschreibungen, die es dem Leser ermöglichen, die Veränderung in der Stadt und bei den Menschen festzustellen. Nach und nach verändern sich die Bewohner, Routinen werden nicht mehr eingehalten, Familien verstecken sich tagsüber in Schränken und unter Betten ... Dabei ist jeder so sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt, dass niemand die Veränderung in der Stadt zu bemerken scheint. Doch irgendwann lässt sich die Wahrheit nicht mehr leugnen - das Böse lauert in der Stadt.
Eine der gruseligsten Szenen ist wohl jene zu Beginn, als zwei Brüder sich abends durch den Wald auf den Heimweg machen und dann von etwas angefallen werden - ohne, dass man erfährt, um was es sich handelt - es dauert eine Weile, bis alle Geheimnisse der Stadt aufgedeckt werden.

'Salem's Lot ist sicher nichts für schwache Nerven, doch so mancher Gewillter lässt sich vielleicht von der Seitenzahl und den detaillierten Beschreibungen abgeschrecken. Wer durchhält, wird mit einer tiefschichtigen und erzählerisch ausgeklügelten Geschichte belohnt, die so manche Überraschung bereit hält.



1 Kommentar:

  1. Ach ja, ich habe schon sehr lange keinen King mehr gelesen, obwohl er zu meinen Lieblingsautoren zählt. Salem's Lot steht auf Deutsch bereits in meinem Regal und ich danke dir für die Rezi, denn so ist es mir endlich mal wieder in Erinnerung gerutscht. Vielleicht wird es Zeit für eine kleine King-Challenge :-)

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