Donnerstag, 3. Januar 2013

[Rezension] Richard Matheson, I am Legend

(c) Orion Books



162 Seiten
Gollancz
Paperback
Englisch: medium | Vokabular: einige medizinische Ausdrücke



Inhalt (lt. U4-Text):
Robert Neville is the last living man on Earth... but he is not alone. Every other man, woman and child on the planet has become a vampire, and they are hungry for Neville's blood.
By day he is the hunter, stalking the undead through the ruins of civilization. By night, he barricades himself in his home and prays for the dawn.
How long can one man survive like this?


Zum Buch:
"I am Legend" ist ungewöhnlich, provozierend, faszinierend. Obwohl in den 50er Jahren geschrieben, ist die Geschichte auch heute noch aktuell und ebenso packend.

Robert Neville ist der letzte seiner Art. In seinem Haus hat er alles, was er braucht: einen Generator für Strom, Wasser, Lebensmittel, mit denen er einige Jahre auskommt. Die Fenster und Türen sind abgedichtet. Und tagsüber kann Neville gefahrlos hinausgehen - solange er bis Sonnenuntergang wieder zurück ist. 
Denn Nachts treiben vom blutdurst angetriebene Vampire ihr Unwesen. Ein Virus hat alle Menschen in Ungeheuer der Nacht verwandelt - auch Nevilles Familie wurde nicht verschont. Nun sucht er nach der Ursache und einer Heilung für die Krankheit. Als einziger normaler Mensch, wünscht er sicht nichts sehnlicher, als dass alles wieder wie früher wird. Doch das scheint ein hoffnungsloses Unterfangen zu sein.
Eines Tages trifft er eine Frau - sie scheint nicht von dem Virus betroffen sein und Neville setzt all seine Hoffnungen in sie. Bis er eine erschreckende Entdeckung macht, die sein Weltbild auf den Kopf stellen und ihn dazu veranlasst all seine alten Vorstellungen von Normalität zu überdenken.

Neville ist ein interessanter Charakter, der weniger mit seiner Einzigartigkeit glänzt (im Grunde ist er ein normaler Mensch, der einfach nur Glück hatte; vielleicht ist er ein wenig intelligenter als der Durchschnitt) als mit seiner Art mit der ungewöhnlichen Situation umzugehen. In einer Welt, die schon längst untergangen ist, lebt er ein im Grunde bürgerliches Leben. Er hört Musik, kocht, trinkt hin und wieder gerne mal was. Sein Leben ist einsam, doch immerhin ist er am leben.
Den meisten wird die Verfilmung mit Will Smith geläufig sein - diese wird der Geschichte aber nicht annähernd gerecht. Wer herausfinden will, was es mit dem Titel wirklich auf sich hat, der lese das Buch!
Matheson spielt geschickt mit den Ideen von Normalität und Anormalität - analysiert sie, verdreht sie und verwischt ihre Grenzen. Ein grandioser Roman!





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