Dienstag, 31. Juli 2012

[Rezension] Mary Balogh, The Temporary Wife

(c) Dell



Doppelband 528 Seiten
Dell
Mass Paperback
Englisch: Fortgeschritten | Vokabular: tlw. schwierig 



Inhalt (lt. U4-Text):
Miss Charity Duncan has no illusions about Lord Anthony Earheart's proposal. The arrogant aristocrat has made it painfully clear what he wants: a wife who will enrage the father he despisese and then disappear from his life. In exchange, Charity's family will receive the money they desperately need. But after Charity agrees to this mockery of matrimony, she soon discovers a startling fact: She has fallen for Anthony, and breaking their marriage vows may also break her heart.


Zum Buch:
Nach dem Tod der Eltern ist Charity Duncans Familie verarmt - mehr noch, ihr Vater hat ihnen einen Haufen Schulden hinterlassen. Nun ist Charity auf der verzweifelten Suche nach einer Anstellung, um ihre Familie zu erhalten. So antwortet sie auf die Stellenanzeige für eine Gouvernante in der Zeitung und wird by Anthony Earheart vorstellig.
Doch Anthony, Marquess of Staunton, hat keine Kinder. Er ist auf der Suche nach einer Frau mit der er seine Familie schockieren kann. Und wer wäre besser geeignet als eine verarmte Dame, die für Geld arbeiten muss? Und das Angebot, das er Charity macht ist zu verlockend, um nicht angenommen zu werden. Innerhalb eines Tages sind die beiden verheiratet und auf dem Weg zu Anthonys Vater, dem Duke. Doch Anthony hat keine Ahnung welchen Sturkopf er geheiratet hat - Charity hat nicht im Geringsten vor die braune Maus zu spielen ...

Charity ist ein überaus liebenswerter Charakter. Familie geht für sie über alles. Sie ist voller Güte, Geduld und mischt sich leider allzu gerne in die Angelegenheiten anderer ein. Kaum in Anthonys Heim angekommen, ist sie schockiert von der schlechten Beziehung der Familienmitglieder zueinander und macht es sich zur Aufgabe die Familie zu versöhnen, bevor Anthony die Scharade einer Ehe beenden möchte.
Tony ist ein Tunichtgut, wie sie nur allzu oft in Regency-Romanen vorkommen. Doch er ist auch voller zwiespältiger Gefühle zu seinem Vater und seinen Geschwistern. Nach einer unglücklichen Kindheit verlässt das Haus seines Vaters und kehrt nicht mehr zurück, bis dieser ihm schreibt, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Im Anwesen der Familie ist Tony mit seiner Vergangenheit konfrontiert und muss mit sich selbst ins Reine kommen, um die Familie, die er verlassen hat, zu akzeptieren und Charity in sein Herz zu lassen.

Die Charaktere der Geschichte sind fantastisch, liebenswürdig, glaubwürdig und schlicht alles, was man sich von Charakteren wünscht. Die Handlungsstränge sind gut aufgebaut und ausgeführt. Nicht nur die zaghafte Entwicklung von Gefühlen zwischen Tony und Charity, auch Tonys Beziehung mit und seine Gefühle für seine Familie sind gut geschildert und glaubwürdig dargestellt. Besonders Tonys unterschwellige Motivation die Anerkennung seines Vater zu erlangen ist gut gewählt.

Typisch für Mary Balogh ist der Erzählstil flüssig und leicht zu folgen. Die Geschichte ist ein richtiger Pagetuner, den man nur sehr ungerne aus der Hand legt und der vielleicht auch zu einer schlaflosen Nacht führt.
Charity und Tony sind wohl eines meiner liebsten Liebespärchen geworden, denn ihre Geschichte zu lesen hat einfach nur Spaß gemacht.
Klare Leseempfehlung von meiner Seite.




Am Rande: A Promise of Spring habe ich nicht gelesen und werde ich voraussichtlich auch nicht, da mich die Geschichte kaum bis gar nicht interessiert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen