Samstag, 23. Juni 2012

[Rezension] Mary Balogh, First Comes Marriage




416 Seiten
Dell
Mass Paperback
Huxtable-Series
Englisch: für Fortgeschrittene; tlw. komplizierte Redewendungen | Vokabular: schwierig; oft antiquiert


Inhalt (u4-Text):
The arrival of Elliott Wallace, the irresistibly eligible Viscount Lyngate, has thrown the country village of Throckbridge into a tizzy. Desperate to rescue her eldest sister from a loveless union, Vanessa Huxtable Dew offers herself instead. In need of a wife, Elliott takes the audacious widow up on her unconventional proposal while he pursues an urgent mission of his own. But a strange thing happens on the way to the wedding night. Two strangers with absolutely nothing in common can't keep their hands off each other. Now, as intrigue swirls around a past secret - one with a stunning connection to the Huxtables - Elliott and Vanessa are uncovering the glorious pleasures of the marriage bed... and discovering that when it comes to wedded bliss, love can't be far behind.


Zum Buch:
Mary Balogh gehört zu jenen Autorinnen, die die klassische Kritik an Liebesromanen lügen straft - zumindest große Teile davon. So sind ihre Charaktere alles andere als flach (wenn auch man sich nicht allzu große philosophische Einblicke erwarten darf; da ist man hier aber auch beim falschen Genre). Vanessa ist ein wundervoller Charakter, der mit einigen Überraschungen und vor allem mit ganz viel Humor aufwarten kann. Als kürzlich Verwitwete und mit dem Wunsch ihre Geschwister glücklich zu machen, beschließt sie, dem arroganten Viscount Lyngate selbst einen Antrag zu machen, bevor dieser ihre Schwester fragen kann. Denn diese verfügt über ein Pflichtbewusstsein, dass sie ohne Frage dazu verleitet hätte, den Antrag des Viscount anzunehmen.
Elliott, Viscount Lyngate, ist zwar arrogant und kalkulierend, aber auch fasziniert von der Dreistheit der jungen Frau, die solche Maßnahmen ergreift, um ihre Schwester vor einer glücklosen Ehe zu retten. Ohne viel Aufhebens stimmt er Vanessas Vorschlag zu. Doch natürlich läuft der Rest der Verlobung und auch die Ehe nicht ganz reibungslos ab, schließlich sind die beiden Charaktere von Grund auf verschieden - so meinen sie zumindest - und haben nicht allzu viel füreinander übrig. Auch wenn die Freuden des Ehebettes keinen der beiden kalt lassen.
So kommt es zu einigen Schlagabtauschen und Streiterein zwischen den frisch Verheirateten und nicht zu selten zu Missverständnissen.

Kurz gefasst handelt es sich um eine neue Version der beliebten Austen-Romane Pride and Prejudice sowie Sense and Sensibility. Vanessa hält Elliott für arrogant und in seinen Meinungen festgefahren, Elliott sieht in Vanessa eine sture und vorurteilsgefüllte Frau. Und am Ende wird doch noch alles gut.

Der Plot ist gut durchdacht und schön ausgeführt. Im Gegensatz zu anderen historischen Liebesromanen gibt es nicht zu viel Drama - für mich die genau richtige Mischung zwischen freier Charakterentwicklung und beeinflussenden Außenelementen.

Eine wirklich wundervolle Liebesgeschichte, die einen zum Lachen und Schwärmen bringt und sicherlich jeden romantisch veranlagten Leser glücklich macht.





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