Donnerstag, 23. Februar 2012

[Rezension] Sarah Dessen, What happened to goodbye

(c) Viking


402 Seiten
Viking
Hardcover mit Schutzumschlag



Inhalt (U2-Text):
Another town?
Another new school?
Mclean really doesn't mind. In fact, she welcomes the chance to try on a new persona. Ever since her parents' bitter divorce, she and her father have been on the move, leaving the unhappy past behind them. And each move has brought a fresh opportunity for Mclean to reinvent herself. Perky rah-rah girl. Drama mama. All-round joiner.
But here in Lakeview, for the first time she's putting down roots, making friends, and just rying to be someone she hasn't been in a long time: herself. Dave has something to do with it. He's the most real person Mclean's ever met, and he thinks he's falling in love with the real Mclean. Mclean doesn't even know who that is anymore, but she wants to find out - before it's time to move on again.
Perceptive, touching, surprising, Sarah Dessen's eagerly awaited new novel creates a world her legions of fans will not want to leave.


Zum Buch:
Auch mit ihrem neuesten Werk entführt uns die talentierte Jugendbuchautorin Sarah Dessen in die ihren Romanen ganz eigene Welt.
Wie gewohnt ist die Heldin dieser Geschichte Opfer schwieriger Familienverhältnisse und lernt im Laufe der Handlung damit umzugehen. Hier ist es Mclean, deren Eltern geschieden sind. Mclean lebt bei ihrem Vater und zieht häufig mit ihm um, da dieser beruflich in ganz Amerika unterwegs ist. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist schlecht und Mclean meidet sie, so gut sie kann. Um nicht wieder verletzt zu werden, achtet Mclean darauf, keine Bindungen einzugehen - dabei kommen die häufigen Umzüge günstig. Doch dann zieht sie wieder einmal um - und alles ändert sich.
Mclean lernt Menschen kennen, die ihr nahe gehen und bei denen sie es wagt, sie selbst zu sein. Sie lernt zu vertrauen und Risiken einzugehen.

Mclean ist ein recht pflegeleichter Charakter. Sie macht ihrem Vater kaum Schwierigkeiten, wenn auch die Streitereien mit ihrer Mutter immer wieder zu neuen Terminen mit den Anwälten führen. Vor allem definiert sich Mclean im Moment. Sie passt sich der aktuellen Stadt an und erfindet sich immer wieder neu - je nachdem, welcher Charakter am wenigsten aneckt. Erst nach und nach akzeptiert sie sich selbst und lernt, dass sie mögens- und liebenswert ist, so wie sie ist. 
Dabei hilft ihr vor allem der etwas seltsame und überaus intelligente Dave, der selbst erst vor kurzer Zeit einen Schritt Richtung Selbstbestimmung getan hat.

Süß und einfühlsam erzählt Sarah Dessen von Selbstzweifel und Orientierungslosigkeit in einer Welt, in der alles unsicher zu sein scheint. Es geht um das Erwachsenwerden und um ein Abschließen mit der Vergangenheit. Aber auch Liebe und Vertrauen sind große Themen, die beeinflussen wie von den vorhin genannten Faktoren beeinflusst werden.

Ganz im Stile der vorherigen Romane schreibt Dessen aus der Ich-Perspektive Mcleans und beschäftigt sich dabei stark mit deren Gefühlswelt. Wie gewohnt geht es um die leiden Töne, um die unterschwelligen Botschaften und den sanften Humor, der die Charaktere in Dessens Welt immer begleitet. Es gibt starke und facettenreiche Charaktere, die alle eine Existenzberechtigung haben und die Geschichte bereichern.
Wie schon zuvor nutzt die Autorin auch hier eine Nebenhandlung um die Entwicklung der Protagonistin mit der fiktiven Welt zu verbinden - in diesem Fall ist das ein Modell von der Stadt, in der Mclean zur Zeit der Handlung lebt.

Zum mitfiebern und schwärmen, zum selbstfinden und fremdbeobachten - ein klassischer Sarah Dessen, der Fans der Autorin wohl nicht enttäuschen wird. Schön!



Kommentare:

  1. Hört sich nach einem tollen Buch an. Ich kenne die Autorin gar nicht, muss mir ihre Bücher aber wohl auf jeden Fall mal näher ansehen. Danke für den Lesetipp :)

    LG
    Lilly

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  2. Sarah Dessen habe ich als Jugendliche unglaublich gerne gelesen.
    LG, Katarina :)

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  3. Hi, du liest ja auch viel auf Englisch. Würde mich freuen, wenn du in deinen Rezensionen eine Einschätzung des sprachlichen Niveaus der Bücher angibst, damit man auf einen Blick sehen kann, ob man das Buch auch auf Englisch lesen könnte. Vielleicht Punkte 1 (leicht) bis 3 (schwer) und 2 ist dann "mittel" oder so. Kannst ja mal überlegen, ob das für dich Sinn ergibt. Ich finde das bei anderen Blogs super.

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