Samstag, 12. November 2011

"In English, please."

Immer öfter tauchen sie auf.
Immer mehr Blogs berichten über sie.
Immer schneller werden sie übersetzt.



Und auch hier, auf Blattgold, nehmen sie überhand. Die Rede ist natürlich von Büchern in englischer Originalfassung. Und damit ward die Idee in meinem Hirn geboren, auch jenen Lesern die Chance zu geben englische Bücher zu lesen, die sich da noch nicht so ganz herantrauen.
Natürlich, medienpräsente Bücher werden auch sehr schnell ins Deutsche übersetzt - warum also sich durch das englische Original quälen, wenn das doch so viel einfacher ist. Ich kenn da ein paar Gründe ...

-> der erste, und für mich wichtigste, ist jener: Gerade durch diese schnellen Übersetzungen leidet die Qualität enorm. Viel zu selten kommt die Übersetzung an das Original heran, was vor allem bei Büchern, die viel mit Sprache und Sprachmitteln arbeiten, schade ist.

-> des weiteren hilft jeder sich selbst, wenn er an seiner Englisch-Lesekompetenz arbeitet - und das so früh wie möglich (aber der Lernwert stehe hier nur am Rande)

-> zum Dritten ist es immer und jedes Mal wieder ein wundervolles Erlebnis, Bücher in einer anderen Sprache zu lesen; das ist eine Erfahrung, die Leseratten wohl nicht so gerne missen werden wollen


Wen die Idee, Bücher im englischen Original zu lesen, anlacht, wer mit einem der oben genannten Punkte etwas anfangen kann, der sei herzlich eingeladen, sich hier zu melden und eine "In English, please."-Runde mit mir zu starten.

In der Leserunde soll ein ausgewähltes Buch gemeinsam gelesen und besprochen werden. Es wird Hilfe beim Leseverständnis geben (und wenn es nur simple Vokabelfragen sind), es wird interpretiert, geschmachtet, verachtet - schlicht: kritisiert.



Liebe Anglophile und Anglophobe, Bibliophile und Abenteuerlustige, 

habt ihr Lust auf Bücher, Englisch, Gruppendiskussionen und neue Einblicke, dann meldet euch hier und sendet Namen (egal ob echt oder nicht) und Email-Adresse an blattgold.lesen@ymail.com.
Die Leserunde findet ab 5 Personen statt.
Sobald sich eine Gruppe gefunden hat, werde ich einige Bücher zur Wahl bekannt geben.

Ich freu mich auf euch und hoffentlich viele lustige Lesestunden,

Philia Libri


Kommentare:

  1. Sie nehmen nicht mehr in Überhand als früher. Man mekrt es nur mehr, weil sich die Entwicklung auf den Fantasybereich jetzt niedergeschlagen hat. Das ist nichts neues und im Thriller wie Krimibereich normal gewesen. Auch die normale Belletristik wurde oft im Original schon gelesen, bevor sie übersetzt in die deutschen Bücherregale kamen.
    Und schneller übersetzt... kommt auf das jeweilige Buch an. Ein Dan Brown wird natürlich gleich von einem Übersetzerteam in Rekordzeit übersetzt, weil die Leute darauf waren. Unbekanntere Autoren haben längere Übersetzungszeiten. Natürlich hat die Übersetzung nicht immer die Qualität des Buches. Je nach Können definiert sich auch die deutsche Ausgabe, aber das ist genauso wie mit den Autoren.

    An sich ist aber Englisch lesen wirklich in manchen Punkten besser. Man hat die Stimme des Autors selbst und kann die Bücher theoretisch auch früher lesen. Deswegen muss man aber die deutschen Fassungen nicht missen. Denn manches ist schlichtweg auch zu schwer und von dem normalen deutschen englischen Leser nicht verständlich. So meine Meinung.

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  2. Dass es englische Bücher vorher gab, ist mir schon klar - und da das hier ein Blog ist, der sich vorwiegend mit Fantasy- und Jugendliteratur beschäftigt, gelten die Aussagen natürlich auch hauptsächlich für diese Genres. Mir ist außerdem aufgefallen, als ich 12 war, gab es noch kein so großes Angebot an Jugendbüchern - das ist schon rasant gegangen (mit der Genre-Expansion wie auch den Übersetzungen).
    Und ich verteufle hier keine Übersetzungen (hab ich auch nicht geschrieben), sondern nur Schlamperei, die ich in jeder anderen Lebenslage auch nicht gerne dulde. Wozu auch die immer schlechtere oder gar fehlende Orthographieprüfung verschiedener Verlage fällt.

    So viel dazu, aber es sollte hier ja eigentlich um eine Englisch-Leserunde gehen.

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  3. Tut mir leid... wollte ich halt nur anmerken. Dass diese Entwicklung halt erst kam durch die Veränderung des Buchmarktes. Sollte kein Angriff gegen dich oder deinen Blog sein. Find die Idee ja ganz schön...

    Mir kam es halt nur so vor als meinst damit die komplette englische Literatur, die nach Deutschland überschwemmt...

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  4. Ich muss dir vollkommen Recht geben, Lisa! Die Qualität nimmt ab, einerseits weil immer mehr Müll veröffentlicht wird und andererseits bestimmt auch weil Bücher so schnell wie möglich auf den Markt gebracht werden wollen. (Oder ich bin viel zu anspruchsvoll xD)

    Die Idee find ich super! Gerade für Leute, die sich (noch) nicht über Englische Bücher hinwegtrauen. Das Lesen in der Gruppe könnte da helfen, die Freude am Englischen zu finden :)

    Falls du Interesse hast, auf GoodReads haben wir eine ganz ähnliche Gruppe: http://www.goodreads.com/group/show/49994.German_reading_circle Würde mich freuen, wenn du da vielleicht mal vorbei schaust und beim ein oder anderen Buch mitliest :)

    Ganz liebe Grüße zu dir nach Wien :)
    Fani

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  5. Habe dir das zwar schon gesagt, aber ich wiederhole es hier gerne nochmal: Ich bin dabei! Ich habe ohnehin in letzter Zeit das Gefühl, dass ich wieder zu wenig Englisch lese :/. Also eine Teilnehmerin hast du schon :)

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