Donnerstag, 27. Oktober 2011

[Rezension] Maria V. Snyder, Inside Out

(c) Harlequin Teen

315 Seiten
Harlequin Teen
Englisch
Paperback  
Teil 1 von 2 (?) -Outside In



Inhalt (U4-Text):
"Imagine every space in this room filled with people. Constantly being jostled and pushed. In the lower levels there is no quiet place. No peace. To a scrub, this room is paradise."
I drew a deep breath. I'd spoken more in one burst to this stranger whose room I'd invaded than anyone else in weeks. And with a single word he yould alert the Pop Cops and send me to the Chomper. We stared at each other for a few heartbeats.
Before I could retreat he said, "My name's Riley Narelle Ashon. Any time you need peace, you're welcome to use my hideaway."

Keep Your Head Down.
Don't Get Noticed.
Or Else.

I'm Trella. I'm a scrub. A nobody. One of thousands who work the lower levels, keeping Inside clean for the Uppers. I've got one friend, do my job and try to avoid the Pop Cops. So what if I occasionally use the pipes to sneak around the Upper leves? The only neck at risk is my own ... until I accidentally start a rebellion and become the go-to girl to lead a revolution.


Zum Buch:
Mit ihrer Study-Trilogie hatte Maria V. Snyder mich vollständig von sich überzeugt. Bis jetzt zählen die drei Romane (Poison Study, Magic Study und Fire Study) zu meinen liebsten Büchern. Mit Inside Out präsentiert Snyder eine vollkommen andere Geschichte und vor allem ein anderes Genre.
Dystopien boomen im Moment, leider sind nur wenige gut. Inside Out zählt glücklicherweise zur besseren Hälfte.

Trella lebt in "Inside". Dort lebt sie gemeinsam mit tausenden von anderen Scrubs (zu Deutsch: Unterholz, aber auch to scrub: reinigen - der Inhalt der Geschichte lässt beide Bedeutungen zu, wobei die zweite passender ist). Es gibt keinen Platz, alles ist beengt - keine Privatsphäre, keine schöne Zukunftsperspektiven, sondern immer noch arbeiten und sich anpassen. Doch da ist Trella ganz anders gestrickt. Sie möchte den Menschenmassen entfliehen und entdeckt die großen Rohre und ungenutzen Nischen für sich - was ihr von den anderen den abwertenden Titel "Queen of Pipes" einbringt.
Eines Tages erscheint ein Prophet in den Lower Levels, den Wohnquartieren der Scrubs, und spricht von Gateway und Outside - Mythen von einem schöneren und besseren Leben. Da Trella dem skeptisch gegenübersteht, nimmt sie einen Auftrag von diesem Propheten an, um zu beweisen, dass es Gateway nicht gibt. Doch statt die Worte des Propheten zu widerlegen, entdeckt Trella ein viel größeres Geheimnis und vor allem ein episches Komplott. Und mit einem Mal wird sie, die sich immer von den anderen Menschen fern gehalten hat, zur Gallionsfigur einer Rebellion.

Das Leben der Bewohner von Inside ist recht strikt geregelt. Es gibt ein "Inside" und ein "Outside". Wobei Outside noch nie von einem Menschen gesehen wurde und als eine Art Himmel fungiert - wobei "Gateway" der Weg zum Paradies ist und auch jener, den die Toten nehmen.
In Inside gibt es zwei Levels - die Lower und die Upper Levels. In ersteren leben die Scrubs - eingeengt und vollkommen überpopuliert. In letzteren haben die Uppers ihre Residenzen. Während die Scrubs für die Wartung von Inside zuständig sind, kontrollieren die Uppers Inside und übernehmen jene Jobs, für die man eine gründliche technische Ausbildung braucht, sind Ärzte o.ä..
Die Travas fungieren als Polizei und achten darauf, dass sowohl Lowers als auch Uppers ihren Arbeiten nachgehen. Wenn nicht, drohen ihnen harte Strafen, die nicht selten auf den Tod hinauslaufen.

Beinahe dreiviertel des Buches hinweg weiß der Leser nicht, worum es nun geht, um was es sich bei Inside handelt und warum die Uppers so viel priviligierter behandelt werden als die Scrubs. Erst spät fügt sich das Ganze zu einem logischen Bild und nicht zuletzt bildet sich dabei ein stetig steigender Spannungsbogen, der eine faszinierende Klimax erreicht.

Auch die Charaktere haben so einiges zu bieten. Allen voran die Protagonistin Trella, die durch ihre aufmüpfige und hinterfragende Art hin und wieder an Katniss aus Die Tribute von Panem erinnert.

Wenn etwas in negativer Weise angeführt werden könnte, dann der Fakt, dass die Geschichte doch eine Weile braucht, um in Gang zu kommen. Dabei lohnt sich die etwas zähe Anfang, der einen Einblick in das Leben von Inside gibt und schließlich durch eine beinahe schockierende Offenbarung schnell vergessen ist.


Nicht unähnlich Beth Revis' Across the Universe, erzählt auch diese Geschichte von einer schrecklichen wie faszinierenden Zukunft. Von einer Welt, in der man für seine Rechte kämpfen muss und alles so anders ist als man es gewohnt ist.





Anmerkung: Bisher ist Inside Out noch nicht auf Deutsch erschienen.


Im Anschluss an diese Rezension möchte ich noch einmal auf Snyders Study-Trilogie aufmerksam machen, die in jeder Hinsicht perfekt ist und diese Geschichte meiner Meinung nach noch um einiges überragt. Yelenas Geschichte ist auch auf Deutsch bei Mira erschienen.

Kommentare:

  1. Danke für die Rezension, jetzt werde ich mir das Buch auf jeden Fall zulegen; es stand schon eine Weile auf meinem Wunschzettel. Passenderweise lese ich gerade Across the Universe und bin begeistert, endlich mal eine vollkommen gelungene Jugenddystopie zu lesen :-)

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  2. Die Study-Bücher mag ich auch sehr! Ich hoffe ja, dass es die Autorin bald noch mehr in die deutsche Übersetzung schaffen wird, verdient hätte sie es allemal.

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