Freitag, 1. Juli 2011

[Rezension] Terry Pratchett, Die Farben der Magie

(c) Piper
Scheibenwelt 1
Paperback
Piper


Inhalt (lt. Amazon.at):
Der Magier Rincewind packt nicht oft etwas an, aber wenn er es tut, dann geht es schief. Während seiner Ausbildung an der Unsichtbaren Universität wirft er verbotener Weise einen Blick in das magische Buch Oktav – und wird prompt von einem Zauberspruch befallen. Dieser ist so mächtig, daß er keine weiteren Sprüche neben sich duldet. Rincewind muß die Universität verlassen und tut sich mit Zweiblume zusammen, dem ersten Touristen auf der Scheibenwelt. Gemeinsam begegnen sie Drachen, Wassertrollen und intelligenten Holztruhen. Und als sie an die Grenze der Scheibenwelt gelangen, ist Rincewind natürlich der erste, der über den Rand fällt … »Die Farben der Magie« ist der Auftakt zu Pratchetts legendärem Zyklus, der die humorvolle Fantasy-Literatur wie kein anderer geprägt hat. 


Zum Buch:
Die Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett sind für ihre bizarren Geschichten, humorvollen Situationen und liebenswerte Charaktere bekannt. Bei "Die Farben der Magie" handelt es sich um den Auftakt diese witzigen und genial-verschrobenen Romane.

Der Magier Rincewind tritt wirklich von einem Fettnäpfchen ins nächste und irgendwie geht immer alles schief, egal was er macht. Nicht nur ist er der schlechteste Zauberer, den es je gab (schließlich kennt er nur einen Zauberspruch und weiß nicht einmal, wie der funktioniert), sondern Tod ist auch noch hinter ihm her - und betrachtet Rincewind als sein persönliches Hobby.
Als Rincewind den ersten Touristen der Scheibenwelt durch seine Welt führen soll, sind Katastrophen vorprogrammiert. Es ist also kein Wunder, dass ihm der Tourist Zweiblum unter der Nase entführt wird, er mit ihm aus einer brennenden Stadt fliehen muss (für deren Zerstörung der Tourist peripher verantwortlich ist), um dann Zweiblum an Drachen zu verlieren. Und damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende.

Am besten ist die Geschichte wohl als bizarr zu beschreiben. Der Plot ist so abwegig, dass man nur staunend zusehen kann, wie Büsche plötzlich zum Leben erwachen, Holztruhen auf hundert Beinen laufen und Schwerter zu sprechen anfangen.
Rincewind ist ein liebenswerter und sympathischer Charakter. Immer wieder gerät er in unmögliche Situationen und kann sein Pech selbst kaum glauben. Und dennoch schafft er es immer wieder, mit heiler Haut davon zu kommen. Dabei ist er kein guter Mensch - zumeist ist er auf seinen eigenen Vorteil bedacht und wird nur unfreiwillig und gezwungenermaßen zum Helden. Seine Beziehung zu Tod ist wohl die lustigste. Immer wieder taucht Tod auf und erkundigt sich, ob Rincewind doch wohl endlich bereit wäre, zu sterben. Dabei lässt er auch nichts unversucht. Doch aus irgendeinem Grund, gelingt es Rincewind immer wieder zu entkommen.
Zweiblum als erster Tourist sorgt natürlich für einige komische Situationen und vor allem für Unverständnis der Einwohner Ankh-Morporks und anderer eher heruntergekommener Städte. Denn Zweiblum kommt vom Gegengewicht-Kontinent, der sich vom Rest der Scheibenwelt sehr unterscheidet. Dort geht es geruhsam zu und Geld ist keine Mangelware. Doch Zweiblum möchte seinem langweiligen Leben als Versicherungsbeamter entkommen und richtige Abenteuer erleben. Dass er dabei in wirklich gefährliche Situationen gerät, wird ihm allerdings nicht benutzt - Hauptsache, ihm bleibt Zeit genug für eine Foto von barbarischen Helden und Schenkenschlägereien.

Die Geschichte ist lustig erzählt und wartet immer wieder mit neuen Überraschungen und Absurditäten auf. Langweile kommt bestimmt keine auf.




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