Sonntag, 8. Mai 2011

To be Continued ... #2

hier werden Fortsetzungen von Serien/ Mehrteilern rezensiert


(c) R
Rachel Caine, Cape Storm (Weather Warden 8)
1. Ill Wind 2. Heat Stroke 3. Chill Factor 4. Windfall 5. Firestorm 6. Thin Air 7. Gale Force 9. Total Eclipse

Rasant und spannend wie immer geht es auch im achten Teil der Reihe zu Gange. Cape Storm schließt, wie gewohnt, direkt an den Vorgänger an. Und irgendwie macht das auch den Charme der Serie aus.

Jo hat sich mal wieder in Schwierigkeiten gebracht. Auf der Suche nach Bad Bob reist sie nun über das Meer, auf der Flucht vor einem riesigen Tornado. Super. Nebenbei muss sie auch noch mit ihrem Dämonenmal kämpfen, dass immer wieder droht, sie zu bösen Taten zu animieren. Besonders blöd ist das, da Jo nach ihrer Zeit als Djinn noch mächtiger geworden ist und um einiges gefährlich.
Und dabei wollte sie nur in Ruhe ihren geliebten Djinn David heiraten und vielleicht auf Flitterwochen fahren.

Das schöne an Rachel Caines Büchern ist vor allen Dingen die rasante Erzählart und der dichte Zeitrahmen. Die Dinge geschehen in unglaublich kurzer Zeit und damit ist es auch unmöglich, Langeweile aufkommen zu lassen. Und obwohl ich Jo nun schon recht gut kenne (nach sieben vorhergehenden Büchern) lerne ich immer wieder etwas Neues über sie und sie wird mir immer sympathischer. Kurzum, ich mag sie einfach. Sie bleibt optimistisch und sarkastisch in jeder Situation und nimmt das Leben, wie es kommt.
Langsam aber doch lässt sich übrigens hier schon das endgültige Finale erkennen, das es dann in Total Eclipse geben wird.
Ganz im Stile der Reihe gibt es auch hier ein finales Showdown, auf das man sich freuen kann und keinen furchtbaren Cliffhanger.

Wie die Vorgänger: Lesenswert!



(c) Bantam
Kelley Armstrong, No Humans Involved (Women of the Otherworld 7)
1. Bitten 2. Stolen 3. Dime Store Magic 4. Industrial Magic 5. Haunted 6. Broken 8. Personal Demon 9. Livin with the Dead 10. Frostbitten 11. Waking the Witch 12. Spell Bound

Kelley Armstrong schreibt die beste Urban/ Contemporary Fantasy, die ich kenne. Das gilt auch für diesen Roman, der mit gewohnter Qualität, faszinierenden Charakteren und spannenden Handlungswendungen glänzt.

Diesmal geht es um Jaime Vegas, ihres Zeichens Nekromantin und TV-Medium. Gemeinsam mit anderen Medien soll sie in einem Haus den Geist Marilyn Monroes beschwören - vor laufenden Kameras. Kein Problem eigentlich. Doch dann spürt Jaime die Anwesenheit anderer Geister, zu denen sie aber keinen Kontakt aufnehmen kann. Und es ist bald klar: Da stimmt etwas nicht. Gemeinsam mit Werwolf-Alpha Jeremy heftet sie sich an die Spuren eines von Menschen geführten Magie-Zirkels.

Endlich bekommt auch Jaime die Chance ihre Geschichte zu erzählen - und die ist es wert, gelesen zu werden. Vor allem aber hat mich überrascht, wie viel Einblick Armstrong in Jeremys wahres Wesen gibt. Der ist schließlich schon aus den Elena-Büchern bekannt (Bitten, Stolen, Broken und danach Frostbitten), dort allerdings als verantwortungsbewusster Alpha und eine Quelle der Ruhe und Kraft für Elena und Clay. Mit Jaime zeigt Jeremy mal eine andere Seite von sich - eine ausgelassene, jugendliche - ja - erotische. Fand ich schön und faszinierend. 
Was mir immer gut gefällt, sind auch die sporadischen Einblicke, die man in das Leben der anderen Charaktere der Reihe bekommt. So etwa gibt es ein paar Informationen über Elenas und Clays Zwillinge Kate und Logan.
Ansonsten ist der Hauptplot wie immer äußerst spannend und mitreißend. Es gibt schöne Wendungen und genug Blut um das ganze ordentlich dreckig wirken zu lassen. 

Toll, spannend, perfekt. Wer noch nicht zu dieser Reihe gegriffen hat, sollte das unbedingt nachholen.



(c) Bantam
Kelley Armstrong, Personal Demon (Women of the Otherworld 8)

Band 8 führt uns direkt zu Hope Adams, die schon Jaime in deren Abenteuer geholfen hat. 

Die junge Halbdämonin nimmt einen Auftrag von Cabal-Chef Benicio Cortez an, um ihre Schulden abzuarbeiten. Sie soll sich undercover in eine der Cabal feindliche Gruppe einschleichen und diese ausspionieren. Dabei stürzt Hope sich in einige Gefahren, die letztendlich auch Vielleicht-Liebhaber (und Werwolf) Karl Marsten ins Spiel bringen. Gemeinsam versuchen die beiden aufzudecken, was wirklich in besagter Gruppe vorgeht.

Erwähnenswert, da eine Premiere, ist diesmal die Erzählperspektive. Normalerweise schreibt Armstrong aus der Ich-Perspektive. Das tut sie zwar diesmal auch, allerdings wechseln sich dabei Hope und Lucas Cortez (Sohn von Benicio Cortez und Mann von Paige Winterbourne) ab. Das hat vor allem den Vorteil, dass der Leser tiefere Einblicke in die Vorgänge der Cabal bekommt und somit auch Lucas ambivalente Beziehung zu seinem Vater und dessen Unternehmen versteht.
Außerdem taucht auch einer auf, mit dem man sonst nicht viel zu tun hatte: Karl Marsten. Tatsächlich hatte der werwölfische Juwelendieb schon einen Auftritt in No Humans Involved. Nun tritt er wieder in Aktion und dabei wird bald klar, dass hinter dem kühlen Mann eine Person mit Gefühlen steckt. Besonders schön die Beziehung zwischen Karl und Hope, die sich hier entwickeln darf.

Ganz in der Tradition der Vorgänger. Lesen!



(c) Bantam
Kelley Armstrong, Living with the Dead (Women of the Otherworld 9)

Dieser Band hebt sich deutlich von den anderen Büchern der Reihe ab. Nicht nur ist diesmal eine Frau ohne Superkräfte im Fokus, es wechseln auch die Sichten zwischen gleich 5 (!) Protagonisten. Und: Diesmal wird in dritter Person geschrieben. 

Robyn Peltier hat kürzlich ihren Mann verloren. Mit 29 Jahren Witwe zu sein ist nicht gerade das, was Robyn sich für ihr Leben gewünscht hat. Um den Todesfall zu verarbeiten, zieht sie nach L.A. und nimmt einen Job als PR-Agentin an. Doch dann wird ihre Klientin ermordet und Robyn ist die Hauptverdächtige. In einer Hetzjagd zwischen wahrem Mörder und Polizeit, versucht sie ihren Namen rein zu waschen. Dabei bekommt sie Hilfe von ihrer besten Freundin Hope, deren Freund Karl und dem couragierten Polizisten Finn.

Ja, dieser Band unterscheidet sich in jeder Linie von den Vorgänger. So ungewohnt das auch zu Beginn war, man freundet sich doch schnell mit dem neuen Stil an. Vor allem da dieser es schafft, die Geschichte noch spannender und zu einer Art supernaturalen Thriller zu machen - das sind zwar Armstrongs Bücher sonst auch, hier aber noch wirkungsvoller.
Die Geschichte wird ausführlicher, das Schema größer. Es sind mehr Personen involviert und damit erfährt auch der Leser um einiges mehr. So wird beispielsweise auch Licht in die Nast-Cabal gebracht (Kristof Nast war der Vater von Junghexe Savannah, nun Pflegekind von Paige und Lucas). Und eine neue supernaturale Rasse wird vorgestellt: Clairvoyants. Die können Menschen quasi überall im eigenen Kopf beobachten und so herausfinden, wo sich diese befinden.

Ungewohnter Stil, dafür aber gewohnt gut. 


1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ich hätte da einen Award für dich:

    http://newkidontheblog.de/2011/05/10/blog-ein-award-fur-meine-leser/

    Grüßle.

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