Donnerstag, 19. Mai 2011

[Rezension] Simone Elkeles, How to Ruin a Summer Vacation

Bild und U4-Text (c) flux
240 Seiten
Trade Paperback
ca. 7,10 €
flux


Inhalt:
Moshav? What’s a moshav? Is it “shopping mall” in Hebrew? I mean, from what Jessica was telling me, Israeli stores have the latest fashions from Europe. That black dress Jessica has is really awesome. I know I’d be selling out if I go with the Sperm Donor to a mall, but I keep thinking about all the great stuff I could bring back home.

Unfortunately for 16-year-old Amy Nelson, “moshav” is not Hebrew for “shopping mall.” Not even close. Think goats, not Gucci.
Going to Israel with her estranged Israeli father is the last thing Amy wants to do this summer. She’s got a serious grudge against her dad, a.k.a. “Sperm Donor,” for showing up so rarely in her life. Now he’s dragging her to a war zone to meet a family she’s never known, where she’ll probably be drafted into the army. At the very least, she’ll be stuck in a house with no AC and only one bathroom for seven people all summer—no best friend, no boyfriend, no shopping, no cell phone…
Goodbye pride—hello Israel. 


Zum Buch:
Jahrelang hatte Amy kaum Kontakt zu ihrem israelischen Vater (abgesehen von Geburtstags-Besuchen und Anrufen). Nun will er sie mit einem Mal mit in seine Heimat nehmen - und das für den gesamten Sommer! Amy ist entsetzt und sträubt sich mit aller Macht. Doch nichts hilft, sie muss in ein Land, das ihr suspekt ist und zu einer Familie, die sie nicht kennt.
Doch dort ist es ganz anders, als sie gedacht hat. Okay, die Leute haben komische Namen (O'Snot, Moron ...) und Schafe scheren zählt auch nicht zu Amys Lieblingsbeschäftigungen - dennoch findet sie Freunde und erkennt, dass kulturelle Unterschiede gut sein können und viel Platz für neue Erfahrungen lassen. Außerdem gibt es auch in Israel heiße Typen ... wie den grummeligen Avi.


Lustig, kontrovers, einfühlsam - das ist dieser Roman und noch mehr. Und dabei bietet er auch noch ein absolut stimmiges Gesamtkonzept. So wünscht man sich unterhaltende YA-Literatur.

Amy ist alles andere als perfekt. Sie ist ein nörgelnder, verwöhnter Teenager, der auf Veränderungen gar nicht gut reagiert. Sie ist aber auch äußerst schlagfertig, willensstark und humorvoll. Zu jeder Situation fällt ihr ein passender Spruch ein und sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Gerade diese vielen verschiedenen Facetten machen Amy realistisch und liebenwert - und die Welt durch ihre Augen umso lustiger.
Amys Herkunft - halb Israelin, halb Amerikanerin - machen ihr das sowieso schon recht unsichere Teenager-Leben noch ein bisschen schwerer. Dabei helfen der stets abwesende Vater und der neue Freund ihrer Mutter (Marc with a "c") auch nicht gerade. Amy muss herausfinden, wer sie ist und - noch wichtiger - wer sie sein möchte.

Ein interessanter Aspekt der ganzen Geschichte ist vor allem die Beziehung zwischen Amerika und Israel. Die ist ja mit Vorurteilen behaftet und Amy fällt es zu Beginn gar nicht so einfach, diese über Bord zu werfen. Doch sie merkt auch bald, dass es Vorurteile auch auf der anderen Seite gibt und gibt ihr bestes, um diese nicht zu bewahrheiten (mit Ausnahme derer, die sie als positiv ansieht).
Mit diesem Thema hat sich Elkeles in ein recht brisantes Gebiet gewagt - welches sie sehr gut aufbereitet und darstellt, ohne sich zu sehr in den Differenzen zu verlieren, sondern vielmehr, indem sie Gemeinsamkeiten aufzeigt.

Im Ganzen weist der Roman großen und großartigen Unterhaltungswert auf. Die Geschichte ist äußerst dicht, ohne gedrungen zu wirken, wobei die Seitenzahl doch eher gering ist (und damit kann das Buch locker innerhalb eines Tages gelesen werden).
Besonders gut gefällt mir auch dcr Titel der Trilogie - "How to Ruin ...", allein der zeigt schon, was hier Programm ist.

Einfach perfekte YA-Literatur und sehr empfehlenswert als Sommerlektüre, sollte jemand schon auf der Suche sein.



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