Freitag, 1. April 2011

To Be Continued ...

Die Idee schwirrt schon länger in meinem Kopf herum, dank mangelnder Zeit komme ich erst jetzt dazu, sie auch auszuführen. (Ähnliches übrigens inzwischen auch schon bei Fani u.a. gesehen.)
Für Fortsetzungen einer Reihe oder Trilogie möchte ich von nun an keine langen Rezensionen mehr verfassen. Meiner Meinung nach ist das nur für den ersten Band einer Reihe/ Trilogie sinnvoll. In diesen kürzeren Reviews möchte ich darüber schreiben, wie sich die Geschichte entwickelt (hat) - postitiv, negativ oder neutral - und so soll allen geholfen sein, die über den Einstiegsband hinaus sind und sich über Fortsetzungen informieren wollen.
Und hiermit wird der Anfang gemacht:


Karen Marie Moning, Gefangene der Dunkelheit (Fever 4 - Dreamfever)
1. Im Bann des Vampirs/ Darkfever 2. Im Reich des Vampirs/ Bloodfever 3. Im Schatten dunkler Mächte/ Faefever 5. Shadowfever

Der vierte Teil der Reihe um Mac ist nicht nur genial-spannend umgesetzt, sondern bleibt auch den Vorgängern treu.

Wie gewohnt endete Band 3 mit einem Cliffhanger, der direkt in Gefangene der Dunkelheit aufgegriffen wird. Nach der Vergewaltigung durch drei Unseelie-Prinzen wird Mac zu einer Pri-ya und weiß nichts mehr von ihrem vorherigen Leben. Nur Barrons kann ihr helfen, diesem Zustand zu entfliehen - und dabei lässt er kein Mittel ungenutzt. Als Mac endlich wieder zu sich kommt, ist sie geschockt: Nicht nur ist Dublin immer noch eine Dunkle Zone, der Zustand der ganzen Welt hat sich schlagartig verschlechtert. Die Fae haben unzählige Menschenleben ausgelöscht und die Feenwelt fängt an mit der der Menschen zu verschwimmen ... Mac weiß, sie muss etwas dagegen unternehmen.

Mac entwickelt sich in jedem Band weiter. Sie lernt nicht nur, mit ihren Fähigkeiten umzugehen, sondern findet auch zu sich selbst und muss sich immer mehr von ihrer Vergangenheit verabschieden. Für diese Entwicklung ist vor allem auch Barrons verantwortlich, der alles tut, um Mac abzuhärten und zu desillusionieren.
Abgesehen von der spannenden und recht düsteren Atmosphäre (Untergangsstimmung!), ist auch dieser Band wie gewohnt unterhaltsam und nicht selten findet man etwas zu Lächeln oder gar zu Lachen. Mac ist in gewisser Weise immer noch naiv und quirlig, auch wenn dünklere Züge an ihr immer erkennbarer werden.
Die Beziehung zwischen ihr und Barrons wird immer heißer und prekärer. Man kommt Barrons wahrer Natur näher, wird aber immer noch nicht so wirklich schlau aus ihm.

Das Ende ist wohl der gemeinste Cliffhanger der ganzen Reihe. Mich hat das Buch nicht nur begeistert, sondern dazu geführt, dass ich in Schreck- und Begeisterungsrufe nach der letzten Zeile ausgebrochen bin. Und mir gleich Band 5 auf englisch zugelegt habe.
Unbedingt lesen - eine Serie die mit jeder Seite besser wird und wahres Suchtpotential hat. Wer noch nicht angefangen hat zu lesen, tue das bitte jetzt. Sofort.



(c) Simon Pulse
Lisa McMann, Gone (Wake 3)
1. Wake 2. Fade

Obwohl bei weitem weniger actionreich, bleibt auch der Abschluss der Trilogie interessant. Ein grandioses Finale darf nicht erwartet werden, stattdessen werden offene Fragen geklärt und eine große Entscheidung wird getroffen.

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern gibt es keine polizeiliche Ermittlung, in die Janie und Cabe verwickelt sind. Stattdessen ist Janie ganz mit der Frage beschäftigt, wie sie mit ihren Fähigkeiten umgehen soll. Soll sie sie für Gutes einsetzen und dafür Erblindung und Verlust über die Kontrolle der Hände riskieren, oder aber sich in die Isolation zurückziehen und so den Konsequenzen eventuell entgehen?
Die Entscheidung fällt ihr alles andere als leicht. Zum einen möchte sie Cabe nicht verlassen, zum anderen gibt es keine Garantie, dass sie nicht dennoch das Schicksal anderer Dreamcatcher einholt.
Und dann lernt sie auch noch ihren Vater unter den schlechtest möglichen Umständen kennen und alles verändert sich.

Gewohnt leise und eindringlich erzählt McMann auch in Gone von Janies Schicksal. Aufgrund der mangelnden Polizeiarbeit wirkt der dritte Band aber ein wenig unvollständig. Für sich allein ist auch dieser Band interessant und gut zu lesen - aufgrund der etwas actionreicheren Vorgänger plätschert aber dann doch irgendwie dahin.
Fans der Trilogie werden zwiegespalten sein - dem einen mag Gone so gefallen, wie es ist, dem anderen mag ein pompöses Finale fehlen. Das bleibt für jeden selbst zu entscheiden. Ich habe das Buch gerne gelesen und bin mit dem Ausgang durchaus zufrieden. Irgendwie schade, dass ich Janie und Cabe nun auf Wiedersehen sagen muss.

Kommentare:

  1. Sehr sinnvolle Idee, meine ich. Mir gehts auch ganz oft so, dass es mir mit jedem Band schwerer fällt, noch was Neues zu erzählen, was ich mir NICHT aus den Fingern saugen muss. Deshalb schreib ich zu Serienfortsetzungen inzwischen meist ebenfalls nur noch kurze Rezensionen! :)

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  2. Eben - das wird immer schwieriger. Vor allem, weil man nicht zu viel verraten möchte - und über Erzählstil, Erzähler, Stimmung, Genre, Hintergrundinformationen usw. hat man ja schon beim ersten Buch geschrieben.

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  3. Ich fand Gone auch total schön. Die Polizeisachen haben mich im ersten Band komplett überrascht, ich glaube, deshalb habe ich das im dritten nicht vermisst. Captain kommt ja auch trotzdem vor ;)
    Wirklich schade, dass es das mit Janie und Cabel jetzt war *seufz* aber Lisa McMann schreibt ja zum Glück weiter :)

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