Serieninformation
Soul Screamers:
Inhalt (lt. Rückentext):
"If she were going to die, I'd already be screaming. I'm a banshee. That's what we do."
When Kaylee Cavanaugh screams, someone dies.
So when teen pop star Eden croaks onstage and Kaylee doesn't wail, she knows something is dead wrong. She can't cry for someone who has no soul.
The last thing Kaylee needs right now is to be skipping school, breaking her dad's ironclad curfew and putting her tto-hot-to-be-real boyfriend's loyality to the test. But starry-eyed teens are trading their souls: a flickering lifetime of fame and fortune in exchange for eternity in the Netherworld - a consequence they can't possibly understand.
Kaylee can't let that happen, even if trying to save their souls means putting her own at risk...
Zum Buch:
Kaylee hat sich damit abgefunden, eine Banshee zu sein und obwohl ihr Vater ständig ein strenges Auge auf sie hat, seitdem er aus Irland zurückgekehrt ist, genießt sie ihre Zeit mit Nash. Schließlich ist er auch ein Banshee und derjenige, der ihr geholfen hat, mit ihrer Natur umzugehen.
Die beiden besuchen gemeinsam mit Nashs totem Bruder Tod (inzwischen ein Grim Reaper) das Konzert von Tod's Exfreundin Eden. Alles läuft gut, bis Eden auf einmal tot auf der Bühne liegt. Und Kaylee keinen Drang zu schreien verspürt. Irgendetwas läuft deutlich schief. Immerhin schreit Kaylee, um den Seelen ein Wegweiser zu sein. Dass sie nicht schreit, kann nur eines bedeuten: Eden hatte keine Seele.
Als Edens Tod nicht der einzige bleibt, gehen Kaylee, Nash und Tod dem auf den Grund. Ihre Suche führt sie von ihrer Welt nach Netherworld, in der ein falscher Schritt zum Tod führen kann. Sie werden konfrontiert mit korrupten Grim Reapern und Dämonen, die naive Kinder ausnutzen. Letztendlich geschieht Kaylee ein Missgeschick und ihr bleibt nicht lange, bis sie stirbt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Rezeption:
In dem überaus überzeugenden zweiten Band der Soul Screamers vertieft Rachel Vincent ihre Ideen über die Banshees und den Tod. Kaylee muss auch in diesem Abenteuer erfahren, dass der Tod sich nicht besiegen lässt und es auch dort um Macht und Gier geht.
Im ersten Band hat Kaylee erfahren, dass sie eine Banshee ist, ebenso wie Nash. Nash, der gutaussehende Liebling der Schule ist inzwischen ihr Freund und ein sehr liebevoller noch dazu. Immerhin versteht er sie besser als sonst jemand - er ist eine männliche Banshee. Wenn jemand stirbt, muss Kaylee schreien, das hat sie inzwischen akzeptiert. Als sie bei Edens Tod nicht schreit, ist klar, dass etwas nicht stimmt.
Schon hier wird offensichtlich, in welche Richtung diese Geschichte sich gestaltet: Seelenverkauf ist nicht nur ein Wort, sondern findet tatsächlich statt. Ein Dämon verdient gut daran, dass er Teenagern die Seelen nimmt und ihnen dafür Erfolg und Reichtum gibt. Kaylee und Nash müssen sich mit der Netherworld, der Heimat der Dämonen beschäftigen und zugleich auch mit dem System des Todes, das im ersten Teil schon angesprochen wurde. Im zweiten Teil wird deutlich dargestellt, was passiert, wenn das System einen Fehler hat, wenn sich einer der Verantworlichen nicht an die Regeln hält. Denn auch bei den Grim Reapern gibt es eine Hierarchie und mehr und weniger zufriedene Angestellte.
Diese und andere Verwicklungen, Ideen und deren Ausführung sorgen für anhaltende Spannung, ein Markenzeichen der Autorin. Es wird nie langweilig und atemlos wartet man auf das, was kommt.
Auch in der Beziehung zwischen Kaylee und Nash geht es voran. Die beiden kommen sich immer näher, auch wenn Kaylees Vater damit nicht so recht einverstanden zu sein scheint. Es gibt immer wieder Herzklopf-Szenen, die zum schmachten einladen.
Nebenbei arbeitet Kaylee auch hart an der Beziehung zu ihrem Vater, der sie als Kind schließlich zu seinem Bruder geschickt hat, um sie nicht mehr sehen zu müssen. Jetzt ist er zu ihr zurückgekehrt und möchte die Zeit gutmachen, die sie verloren haben. Es ist nicht immer leicht für die beiden und hin und wieder kommt es zu Reiberein. Dabei spielt vor allem der Beschützerinstinkt ihres Vaters eine Rolle. Er möchte Kaylee nicht nur vor Nash (und den Männern im Allgemeinen), sondern auch vor den Gefahren ihrer Natur schützen. Weswegen Kaylee ihm den Großteil ihrer verbotenen Abenteuer verschweigen muss...
Besonders gut gefallen hat mir, dass Tod hier eine größere Rolle zugeteilt bekommt. Er nimmt aktiv am Geschehen teil, was nicht selten ein Schmunzeln hervorruft, schließlich ist Tod nicht gerade pflegeleicht. Durch ihn lernt man auch mehr über das Jenseits und das System, das sich Vincent dazu ausgedacht hat. Und dieses System hat es in sich! Eine geniale Idee, von der man gerne liest, weil sie zum Nachdenken anregt.
Spannend, genial und schön wie schon Teil eins der Serie!