Mittwoch, 30. Juni 2010

[Monatsstatistik] Juni 2010

Gelesen: 11 Bücher
30.06.2010 Captive Bride - Johanna Lindsey
28.06.2010 Kiss of Death - Rachel Caine
27.06.2010 Wake - Lisa McMann
25.06.2010 Nightwalker - Jocelynn Drake
20.06.2010 Die geheime Sammlung - Polly Shulman
18.06.2010 Die Magier von Montparnasse - Oliver Plaschka
16.06.2010 Natura Morta - Josef Winkler
13.06.2010 Richard II - Shakespeare
09.06.2010 Die Klavierspielerin - Elfriede Jelinek
07.06.2010 Eona, Drachentochter - Alison Goodman
01.06.2010 Der dunkle Wächter - Carlos Ruiz Zafón

Neuzugänge: 17 Bücher
davon Rezensionsexemplare:
Becca Fitzpatrick, Engel der Nacht (Page & Turner)
Krystyna Kuhn, Das Tal: Das Spiel (Arena)
Gerd Ruebenstrunk, Arthur und die vergessenen Bücher (ars Edition)
Lynn Raven, Der Kuss des Kjer (cbt)
Charlaine Harris, Vampirgeflüster (dtv)

Highlight im Juni:

Fazit:
Trotz Semesterende und damit einhergehender Prüfungen habe ich mehr gelesen als erwartet. Das liegt aber vor allem an den letzten Tagen, in denen ich neben The Book Thief gleich drei weitere Bücher gelesen habe (näheres dazu in der Rezension zu The Book Thief).
Die Statistik kann sich also definitiv sehen lassen mit vier Büchern (okay, eins davon ist ein Drama) auf englisch und fünf abgearbeiteten Rezensionsexemplaren. Absolutes Highlight unter all den Büchern war für mich Eona, Drachentochter, das mich richtiggehend überrascht hat - dicht gefolgt von Wake.
Hoffen wir auf kommende erfolgreiche Lesemonate.

[Rezension] Johanna Lindsey, Captive Bride

Inhalt (lt. Rückentext):
Christina Wakefield's wild, daring spirit cannot resist the call of the Arabian desert. But once there, destiny makes her the prisoner of Sheik Abu - the arrogant, enigmatic, almost demonically handsome adventurer whom she had known in England as Philip Caxton. Having already rejected Philip's fervent offer of marriage, Christina is now to be his slave. And though she is desperate to regain the feedoms the breathtaking rogue denies her, she fears the treachery of her own heart - and the power of her desire that is impelling her to fully and willingly submit to her virile captor's most sensuous needs.

Zum Buch:
Christina Wakefield ist 17 Jahre alt und hat einen großen Wunsch: Endlich einmal möchte sie London erleben. Ihr Bruder, der einzige Verwandte, der ihr geblieben ist, kann ihr keinen Wunsch verwehren und so reisen die beiden in die Stadt. Dort bekommt die außergewöhnlich schöne Christina mehr männliche Aufmerksamkeit als ihr lieb ist und auch den einen oder anderen Heiratsantrag.
Doch ein Mann fasziniert sie ebenso, wie er sie abschreckt: Philip Caxton, dafür bekannt, nicht gerade höflich mit seinen weiblichen Bewunderinnen umzugehen, weiß auf den ersten Blick, dass Christina die Frau seines Lebens ist. Doch die hat anderes im Sinn, als ein Heiratsangebot anzunehmen, dass Philip am zweiten Tag ihrer Bekanntschaft ausspricht! So einfach lässt sich Philip Caxton allerdings nicht abwimmeln.
Noch in der selben Nacht erreicht Christinas Bruder John eine Nachricht der Royal Army, er habe sofort nach Ägypten aufzubrechen. Christina, die es leid ist, wieder ein Jahr von ihrem Bruder getrennt zu sein, besteht darauf, mitzukommen. Kaum einen Tag in Kairo, wird Christina von Fremden aus ihrem Zimmer verschleppt und durch die Wüste zu einem Camp gebracht. Und dort steht niemand anderes als Philip Caxton vor ihr, auch bekannt als Sheik Abu. Erst wehrt sie sich verzweifelt gegen seine Aufmerksamkeiten, doch lange kann sie dem willensstarken und überaus attraktiven Halb-Ägypter nicht widerstehen...

Rezeption:
Johanna Lindsey ist ja wahrlich keine Unbekannte in der Welt der Historical Romance. In Captive Bride entführt sie den Leser in die exotische Welt Ägyptens und direkt in eine ebenso verführerische wie dramatische Liebesgeschichte.

Christina ist jung, wunderschön und äußerst stur. Ihr fällt es schwer, sich damit abzufinden, dass Philip alles mit ihr machen kann, was er will - schließlich ist er Herr dieses Camps und Sklaven sind so alltäglich, dass niemand auch nur im Traum daran denken würde, Christina zu helfen. Die Enge des Zelts, in dem Christina gemeinsam mit Philip lebt, macht es ihr unmöglich, ihm auszuweichen oder gar zu ignorieren. Wider willen kommt Christina Philip näher und entdeckt auch eine zärtliche Seite an ihm. Sie weigert sich allerdings einzugestehen, dass sie für ihren schönen Entführer etwas anderes als Hass empfindet.
Am Anfang nimmt man Christina die Rolle nicht ganz ab - sie behauptet zwar immer wieder, Philip zu hassen, dennoch gibt sie sich nach einigem Wehren Philip leidenschaftlich hin. Das hält aber - glücklicherweise - nicht lange an, denn schon bald merkt man, woher Christinas zwiespältige Gefühler rühren. Wie viele Opfer, die enführt und vergewaltigt werden, kann Christina nicht anders, als sich dafür zu schämen, dass sie Leidenschaft empfindet, wenn Philip sie berührt und den Sex mit ihm sehr genießt.

Philip, 33 Jahre alt, weiß so gar nicht, was er davon halten soll, dass Christina zwar ständig mit ihm streitet, sich gegen ihn wehrt, aber seine Aufmerksamkeiten mehr als willig annimmt. Vor allem versteht er nicht, weshalb sie nach dem Liebesakt weinen muss - er ist nun mal nicht der einfühlsamste Mann. Gewohnt, sich alles zu nehmen, das er haben will, hat er sich noch nie viele Gedanken darüber gemacht, wie Christina sich dabei fühlen könnte. Allerdings entwickelt er einen äußerst starken Beschützerinstinkt Christina gegenüber und ist alles andere als begeistert, wenn er sie bestrafen muss, weil sie etwas getan hat, dass im Camp als Beleidigung aufgefasst werden muss. Von Heirat möchte er nun nichts mehr wissen - schließlich hatte Christina ihre Chance in England. Er hält sie als seine Mätresse, behandelt sie aber besser, als Frauen es in diesem Land gewohnt sind.

Nach einigen Monaten gewöhnt sich Christina an ihr neues Leben, schließt Freundschaft und beginnt sich einzugestehen, dass sie Philip nicht mehr so hasst, wie sie es zu Anfang getan hat. Sie begegnet ihm mit deutlich weniger Angst und freundet sich mit Philips Vater an, der am Sterbebett liegt. Der ist begeistert von der jungen Schönheit und genießt ihre Besuche sehr.
Als Christina dann von einem rivalisierenden Stamm gestohlen wird, gibt es für Philip kein Halten: Er eilt ihr zur Rettung hinterher und erkennt, dass er sie nicht nur begehrt, sondern auch liebt. Auch Christina entdeckt ihre wahren Gefühle, doch beide sind zu unsicher, um dem jeweils anderen ihre Liebe zu gestehen.

Ohne dramatische Szenen geht es natürlich auch hier nicht. Die Liebenden werden mehr als nur einmal Opfer von Intrige und Verrat und wissen bald nicht mehr, ob die Leidenschaft, die Liebe, die sie geteilt haben, wahr ist. An diesen Stellen möchte man nur gern zu den Charakteren gehen, sie schütteln und ihnen entgegenschreien, dass sie nicht so dumm sein sollen, und endlich ihre Liebe gestehen sollen. Aber was wäre so eine Geschichte ohne Dramatik? Davon gibt es in Capitve Bride jedenfalls mehr als genug. Mich machen diese Stellen ja ganz verrückt, weil ich nicht verstehen, weshalb man die Charaktere, die es bis dahin schon nicht leicht hatten, noch weiter quälen muss. Doch natürlich wäre es nicht so spannend, wenn sie sich einfach verliebten, heirateten und glücklich wären.
Da fährt Lindey mit deutlich stärkerem Geschütz auf und macht es beinahe unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Ich konnte nicht akzeptieren, dass die beiden sich so dumm aufführen und musste unbedingt herausfinden, wie es weiterging - und das bis 3 Uhr morgens. Dann aber habe ich das Buch glücklich zur Seite gelegt und bin lächelnd eingeschlafen.

Eine historische Liebesgeschichte die sich sehen lassen kann. Spannend, leidenschaftlich und dramatisch präsentiert sich Capitve Bride dem Leser und wird die verschiedensten Emotionen auslösen...

Einen Punkt Abzug gibt es für den etwas holprigen Anfang der Beziehung Philips und Christinas und die etwas zu offensichtlichen Stolpersteine.

Informationen auf Amazon
(Cover ist übrigens ein falsches abgebildet, wer bei Amazon bestellt, bekommt das oben dargestellte Cover)

Dienstag, 29. Juni 2010

Unverschämtheit!

Und ja, das Wort verwende ich im Zusammenhang mit Büchern - allerdings englisch-sprachigen. In letzter Zeit scheint es Sitte der verschiedenen Verlage zu sein, mitten in einer Serie anzufangen, die Bücher in gebundener Version zu verkaufen - wo doch zuvor alle Teile als Paperback erschienen sind. Das ist mir schon sehr negativ bei Alyson Noels Immortal-Reihe aufgefallen - der dritte war plötzlich Hardcover, auf das Taschenbuch kann man natürlich ein Jahr warten. Dann ging es weiter mit Kelley Armstrongs Women-of-the-Otherworld-Serie - Frostbitten ist da in Hardcover. Neuester Geniestreich:

Ghost Town von Rachel Caine. Das 9. Buch der Morganville-Reihe soll zwar schon Oktober diesen Jahres veröffentlicht werden, doch - wer hätte es gedacht - als Hardcover! Und ich bin wirklich nicht bereit, 14€ für ein Buch zu zahlen, dass ich sowieso in Paperback haben möchte, damit es zu den restlichen Bücher passt.
In Taschenbuch gibt es das Buch zwar übrigens auch - aber von einem anderen Verlag. Das heißt anderes Cover und ein wenig teurer.

Unverschämtheit!

Montag, 28. Juni 2010

[Rezension] Rachel Caine, Kiss of Death


Serieninformation:
Glass Houses
The Dead Girls' Dance
Midnight Alley
Feast of Fools
Lord of Misrule
Carpe Corpus
Fade Out
Kiss of Death

Inhalt (lt. Rückentext):
Vampire Michael Glass just received the call he's been waiting for all his life. His music has attracted the attention of a heavily connected music producer who wants him to cut a demo and play some dates - which means Michael will have to enter the human world.
But he won't be alone. He's been assigned an undead escort, which includes immortal enforcer Oliver, as well as Michael's human friends: rebellious Eve, oft-misunderstood Claire, and courageous Shane. And with that mix of personalities, this is going to be a road trip from hell.
But what waits for them proves more perilous than they thought. Caught between humans who hate them and a savage party of traveling vampires out to create a blood-soaked feast for themselves, Michael and his friendsd may not make it to the show on time...or ever.

Zum Buch:
Wie gewohnt beginnt auch dieses Buch wieder in etwa dort, wo das letzte aufgehört hat. Abgesehen von den üblichen Problemen (Vampire, die mit Mord drohen, Monica, die Claire ausnutzen will...) ist das Leben für Claire relativ perfekt. Zumindest ist ihre Beziehung mit Shane eine liebevolle - auch wenn sie sehr schockiert ist, als Shane eine kleine Juwelierbox hervorholt... - und auch die Freundschaft mit Eve und Michael ist so fest wie nie zuvor. Schade, dass bei Eve und Michael der Ärger im Paradies lauert.
Das gewohnte Leben der Glass-House-Bewohner kommt aber ins Wanken, als zwei Dinge geschehen: Jason, Eves böser Bruder, erscheint zum Abendessen und alle die vier Freunde bekommen die Erlaubnis, die Stadt auf begrenzte Zeit zu verlassen.
Schon bald sind alle Sachen für die Fahrt zum Plattenlabel in Dallas gepackt, in dem Michael seine erste CD aufnehmen soll. Doch die Fahrt dorthin stellt sich als alles andere als friedlich heraus.

Rezeption:
It was still dark outside, but it felt...different, as if the world was still dreaming, but dreaming about waking up. (p. 214)
 Der achte Band der Serie und die Geschichte baut immer noch nicht ab! Das allein ist schon Grund genug, begeistert zu sein, doch da gibt es natürlich noch ein paar mehr. Fesselnd und amüsant wie immer beschreibt Rachel Caine die Welt, in der Claire lebt. Inzwischen hat sie sich schon sehr an Morganville - und vor allem an ihre Freunde - gewöhnt. Von Idylle kann man selbstverständlich noch lange nicht reden, doch langsam scheint sich alles ein wenig zu beruhigen. Gerade in diesem Moment ist es eine wunderbare Idee der Autorin, die Hauptcharaktere mit der Außenwelt zu konfrontieren, die ja keinen blassen Schimmer hat, was in Morganville vorgeht - dort draußen, in der "Realität", kennt niemand die vier Jugendlichen - und die Leute sind auch nicht sonderleich beeindruckt von ihnen. Gerade Michael fällt es schwer, seine Vampirnatur zu unterdrücken. So rutschen Claire, Shane, Eve und Michael schon bald von einer Katastrophe in die nächste.
Man bekommt nun deutlich zu fühlen, dass Claire Morganville schon als ihr Zuhause akzeptiert hat - unwillkürlich vermisst sie die Sicherheit und das Wissen, das dort alle teilen. Doch gerade in diesem Buch wird wohl am deutlichsten, wie sehr sich Claire verändert hat. Sie ist bei weitem nicht mehr das kleine, unschuldige, hilflose Mädchen, das damals nichtsahnend nach Morganville kam - inzwischen steht sie ihren Mann - pardon, ihre Frau - und obwohl die Angst immer noch allgegenwärtig ist, kann sie sich auch schon mal in eine erbarmungslose Rachegöttin verwandeln, wenn ihre Freunde sie brauchen. Das hat mich beeindruckt und gibt dem Ganzen einen ganz neuen Charakter (besonders die Art, wie Shane Claire ansieht...).
Wie immer gibt es einige herzzerreißend süße Szenen zwischen Claire und Shane, die das Herz höher schlagen lassen. Ich gebe ja zu, dass ich auf diese Stellen immer hinfiebere, weil die beiden einfach so perfekt für einander zu sein scheinen.
Außerdem bin ich ja absoluter Myrnin-Fan (danke, danke, danke an Rachel Caine für diesen fabulösen Charakter!) und der hat natürlich auch wieder einen Auftritt. Und der ist so verrückt wie man es nur von Myrnin erwarten kann. Und irgendwie süß. Eine wirklich tolle Textstelle, die ich nicht vorenthalten will:
"He has such beautiful manners," her mother said, locking the back door. "I'm glad you work for someone so - civilized."
The scar on Claire's neck throbbed a litte. She thought of all the times she'd seen Myrnin go off the rails - the times he'd curled up weeping in a corner; the times he'd threatened her; the times he'd raved like a lunatic for hours on end; the times he'd begged her to put him out of his misery.
The time he'd achtually given her samples of his own brain - in a Tupperware container.
"Civilized," she repeated softly. "Yeah. He's great."
 Hach!

Lasst euch überraschen und ein Tipp an alle, die gerne Vampir-Romane lesen, sich aber an diese Reihe noch nicht herangetraut hat: Tut es! Bei allem, was momentan an Vampir-Material herumschwirrt, sind die Morganville-Romane wohl ziemlich das beste, was es in der Jugend-Sektion gibt.

Großartige Action, großartige Charaktere, toller Humor - mehr kann man von einem Buch dieser Klasse nun wirklich nicht erwarten!


Sonntag, 27. Juni 2010

[Rezension] Lisa McMann, Wake

Inhalt (lt. Rückentext):
Not all dreams are sweet.
For seventeen-year-old Janie, getting sucked into other people's dreams is getting old. Especially the falling dreams, the naked-but-nobody-notices dreams, and the sex-crazed dreams. Janie's seen enough fantasy booty to last her a lifetime.
She can't tell anybody about what she does - they'd never believe her, or worse, they'd think she's a freak. So Janie lives on the fringe, cursed with an ability she doesn't want and can't control.
Then she falls into a gruesome nightmare, one that chills her to the bone. For the first time, Janie is more than a witness to someone else's twisted psyche. She is a participant...

Zum Buch:
Janie Hannagan wird seit sie acht Jahre alt ist, immer wieder in die Träume anderer Menschen hineingezogen. Sie kann sich nicht dagegen wehren und oft möchte sie auch nicht die intimen Einzeilheiten über die Psyche ihrer Mitmenschen erfahren. Und sie fürchtet sich vor den Alpträumen - Ertrinken, Fallen, Kriegserlebnisse... das sind Träume, auf die Janie gut verzichten könnte.
Das Leben meint es auch sonst nicht gut mit ihr. Geld hat sie so gut wie gar keines, ihre Mutter ist Alkoholikerin und Janie muss jede freie Minute arbeiten, um sich den Traum vom College zu erfüllen. Dafür braucht sie Geld und gute Noten. Ihre einzige Freundin Cassie steht ihr zwar immer zur Seite, doch selbst ihr kann Janie nicht ihr Geheimnis erzählen - sie hat Angst, für verrückt erklärt zu werden.
Und dann taucht sie in einen so furchtbaren Alptraum, dass alle anderen daneben zu verblassen scheinen... Zu gleichen Maßen ist sie fasziniert und abgeschreckt von dem Träumer. Doch der scheint der einzige zu sein, der sie wirklich verstehen kann...

Rezeption:
Was für ein Jugendbuch! Ich habe nicht länger als vier Stunden gebraucht, um es auszulesen. Nur mit Mühe habe ich mich gestern davon losreißen können, um ein wenig zu schlafen. Die Geschichte fesselt und die Idee ist so brilliant wie einzigartig (zumindest habe ich noch von keinem Buch gehört, dass diese Art von Geschichte enthält). Janie ist ein vom Leben gezeichneter Teenager und sie tut alles, um aus ihrer kleinen Welt auszubrechen. Hilfreich ist ihr ihre "Gabe" dabei wirklich nicht. Doch sie lernt damit umzugehen und zuletzt kann sie sich selbst akzeptieren.
Lisa McMann hat keine Scheu davor, Teenager im Zusammenhang mit Drogen darzustellen - gerade in Janies Welt (die selbst keine Drogen nimmt, gerne aber mal zu Alkohol greift) sind Drogen keine Seltenheit und Freunde wie Schulkollegen sind in diesen Sachen recht versiert. Das schafft eine gewisse Authenzität, die ein wenig schockiert und auf den Leser wirkt.
Besonders hervorzuheben ist Lisa McManns alles andere als konventioneller Schreibstil. Sie verzichtet auf unnötige Umgebungs- und Emotionsbeschreibungen. Der Erzählstil schafft einen gewissen Abstand und man selbst kommt sich vor wie in einem Traum, in dem man selbst ja auf surreale Weise das Geschehen mitverfolgt. Es wird durch unterschiedliche Schriftart zwischen Realität und Traumsequenz unterschieden - wobei es auch immer Zeitangaben gibt, die zeigen, wie lange ein Traum nun gedauert hat.
Interessant waren auch die Rückblicke in Janies Kindheit, als sie zum ersten Mal in fremde Träume geschlüpft ist. Man erfährt im Schnelldurchlauf, wie es ihr in der Schule ergangen ist, wie sie ihre beste Freundin Cassie kennen gelernt hat und herausgefunden hat, dass Übernachtungen nichts für sie sind... Im Hauptplot ist Janie siebzehn Jahre alt und immer noch nicht schlauer, wie sie mit ihren Traumwanderungen umgehen soll. Sie weiß nur, welche Orte sie vermeidet. Doch das ändert sich mit den Träumen eines Jungen...

Eine wunderschöne, faszinierend geschriebene Geschichte, die mich glücklich und begeistert zurückgelassen hat. Teil zwei (Fade) habe ich schon bestellt...

Samstag, 26. Juni 2010

[Stöckchen] 205 Dinge, die man gemacht haben sollte

Ach, jetzt mach ich es doch xD Schon mal gesehen bei Fani, wiederenteckt bei Pero.


[ ] 001. Eine Kneipenrunde bezahlen
[ ] 002. Mit Delfinen im offenen Meer schwimmen
[x] 003. Einen Berg besteigen
[ ] 004. Das Innere der Großen Pyramide von Gizeh besuchen
[ ] 005. Eine Tarantel auf der Hand halten
[ ] 006. Im Kerzenlicht mit jemandem ein Bad nehmen
[ ] 007. »Ich liebe dich« sagen und es meinen
[x] 008. Einen Baum umarmen
[ ] 009. Einen Striptease bis zum Ende hinlegen
[ ] 010. Bungee Jumping ausprobieren
[ ] 011. Paris besuchen
[ ] 012. Ein Gewitter auf See erleben
[x] 013. Die Nacht durchmachen
[ ] 014. Das Nordlicht sehen
[x] 015. Eine Sportveranstaltung besuchen
[ ] 016. Den Schiefen Turm von Pisa besteigen
[ ] 017. Eigenes Gemüse züchten und essen
[ ] 018. Einen Eisberg berühren
[x] 019. Unter dem Sternenhimmel schlafen
[ ] 020. Eine Babywindel wechseln
[ ] 021. In einem Heißluftballon fahren
[x] 022. Einen Meteoritenhagel beobachten
[ ] 023. Einen Champagnerrausch haben
[ ] 024. Mehr als man sich leisten kann spenden
[x] 025. Den Himmel durch ein Teleskop anschauen
[x] 026. Im unpassendsten Moment einen Lachanfall haben
[ ] 027. An einer Schlägerei teilnehmen
[ ] 028. Beim Pferderennen gewinnen
[x] 029. Blau machen, obwohl man nicht krank ist
[ ] 030. Eine(n) Fremde(n) bitten, mit einem auszugehen
[x] 031. Eine Schneeballschlacht mitmachen
[ ] 032. Seinen Hintern auf dem Bürokopierer ablichten
[ ] 033. So laut schreien wie es geht
[ ] 034. Ein Lamm in den Armen halten
[x] 035. Eine heimliche Fantasie ausleben
[ ] 036. Um Mitternacht (nackt) baden gehen
[x] 037. In eiskaltem Wasser baden
[ ] 038. Eine richtige Unterhaltung mit einem Bettler führen
[x] 039. Eine totale Sonnenfinsternis beobachten
[x] 040. Eine Achterbahnfahrt mitmachen
[ ] 041. Einen Elfmeter verwandeln
[x] 042. Die Aufgaben von drei Wochen irgendwie in drei Tagen erledigen
[x] 043. Völlig verrückt abtanzen, egal wer dabei zusieht
[x] 044. Einen fremden Akzent einen ganzen Tag lang nachmachen
[ ] 045. Den Geburtsort seiner Vorfahren besuchen
[x] 046. Glücklich mit dem eigenen Leben sein, wenn auch nur für einen Moment
[x] 047. Zwei Festplatten im Computer haben
[ ] 048. Alle Bundesländer seines Landes besuchen
[ ] 049. Den eigenen Job in jeder Hinsicht mögen auch wenns nur für einen Moment ist
[x] 050. Sich um jemanden kümmern, der beschissen aussieht
[ ] 051. Nach eigenem Ermessen genug Geld besitzen
[x] 052. Abgefahrene Freunde haben
[ ] 053. Im Ausland mit einem/r Fremden tanzen
[ ] 054. Wale in der freien Natur beobachten
[ ] 055. Ein Straßenschild stehlen
[ ] 056. Mit dem Rucksack durch Amerika reisen
[ ] 057. Per Anhalter fahren
[ ] 058. Freeclimbing aus...

Freitag, 25. Juni 2010

(Nachtrag zu) Neuzugänge der Woche

Heute hat mich noch ein Paket erreicht - und zwar von Amazon. Darin hat sich der dritte Teil einer YA/Fantasy-Serie befunden, die ich begeistert verfolge:
Informationen zu My Soul to Take
Informationen zu My Soul to Save


Rachel Vincent, My Soul to Keep
When Kaylee Cavanaugh screams, someone dies.
And Kaylee is about to scream her head off...

Kaylee has one addiction: her very hot, very popular boyfriend, Nasch. A banshee like Kaylee, Nash understands her like no one else. Nothing can come between them.
Until something does.
Demon breath. No, not the toothpaste-challenged kind. The Netherworld kind. The kind that really can kill you. Somehow the super-addictive substance has made its way to the human world. But how? Kaylee and Nash have to cut off the source and protect their friends - one of whom is already hooked.
And so is someone else...

Hach, freu ich mich schon auf die ganzen Bücher, die ich jetzt im Sommer lesen kann!

[Rezension] Jocelynn Drake, Nightwalker - Jägerin der Nacht

kartoniert, Klappbroschur
Seiten: 416
Originaltitel: Nightwalker (Dark Days 01)
ISBN: 978-3-8025-8251-6


Inhalt (lt. Rückentext):
Mit eisener Hand wacht die Vampirin Mira über die jüngeren Nachtwandler in ihrer Domäne. Eines Tages kommt der attraktive Vampirjäger Danaus in ihre Stadt - doch nicht, um Mira zu töten. Er bringt unheilvolle Neuigkeiten: Die Naturi, grausame Elfenwesen, die einst von der Erde verbannt wurden, sind zurückgekehrt! Mira muss sich auf ein Bündnis mit Danaus einlassen, um Menschen und Vampire vor den Naturi zu bewahren...

Zum Buch:
Gewissenhaft achtet Mira über ihr Gebiet, sie ist ebenso streng wie fair. Als dann der Vampirjäger Danaus und mit ihm die Naturi in ihr Revier eindringen, ist sie bereit, alles zu tun, um es zu beschützen. Gemeinsam mit Danaus macht sie sich auf die Suche nach ihrem Mentor Jabari, der zuletzt vor fünfhundert Jahren in Ägypten gesichtet worden ist, um ihn und die anderen Ältesten zu warnen.
Ihr kommt allerdings bald der Gedanke, dass die Naturi in Wirklichkeit hinter ihr her sind, denn immer wieder wird sie angegriffen. Die Vampirjäger werden zu den stärksten Verbündeten der Vampire um gegen die Naturi anzukämpfen - und auch Mira und Danaus kommen sich ein wenig näher.
Mira selbst ist einzigartig - denn sie herrscht über das Feuer. Eine Gabe, die sie zu einer Gefahr für andere Vampire macht...

Rezeption:
Ich bin etwas zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Die Idee ist bei weitem nicht neu - Vampire, die über Reviere wachen, sie saugen Blut, müssen ihre Opfer aber nicht töten, die Vampirjäger halten sie für unendlich böse, obwohl das so gar nicht stimmt usw. Auch im Bereich der Urban Fantasy wird hier nicht wirklich Neues geboten: Die Charaktere sind cool, haben aber auch eine Schattenseite, die aus einer dunklen Vergangenheit herrührt. Und natürlich gibt es immer einen coolen Spruch zu jeder Situation. Damit ist Nightwalker ein klassischer Vertreter des Genres und Fans werden sicher nicht enttäuscht sein.- alle wichtigen Elemente sind vorhanden.
Was mich mit der Zeit immer mehr gestört hat, war der Fakt, dass das Ganze nicht realistisch und nicht ganz stimmig wirkt. Im Grunde sollten sich Mira als Vampirin und Danaus als Vampirjäger nicht ausstehen können, doch in einem beinahe wahnwitzigen Tempo legen sie diese Abneigung ab und scheinen sich mehr als nur freundschaftlich zugetan zu sein. Wobei sie sich immer wieder versichern, dass sie sich bei der nächstbietenden Gelegenheit töten werden... Weshalb Danaus seine Vorurteile ablegt, wird dann gegen Ende mehr schlecht als recht erklärt - allerdings deckt diese Erklärung nicht im Mindesten ab, weshalb, wenn er es doch eigentlich besser wissen müsste, er immer noch bereit ist, in Mira ein Monster zu sehen.
Bei Mira verhält sich das ein wenig anders. Man kann ihr eher abnehmen, dass sie sich zu Danaus hingezogen fühlt, da sie schöne Männer grundsätzlich gerne zu betrachten scheint. Sie tritt dem Jäger durchaus aufgeschlossen gegenüber - doch warum sie in einer Situation, die sie an den Rande des Todes bringt, an die Tiefe seiner Stimme denken muss, bleibt mir ein Rätsel.

Mira als Protagonistin und Ich-Erzählerin ist an sich eine Figur, der man positiv gestimmt gegenübersteht. Allerdings wird gerade am Anfang ihr gutes Aussehen so sehr betont, dass ich mich unweigerlich gefragt habe, ob die Autorin etwas kompensieren wollte - jedenfalls wirkte das ein wenig übertrieben. Davon abgesehen, ist Mira aber eine sehr toughe Frau, die gelernt hat, dass man im Leben kämpfen muss, um zu überleben. Sie hat eine schreckliche Vergangenheit und dabei wirkt es besonders positiv, dass sie Vampire bestraft, die sinnlos töten oder sich barbarisch benehmen. Das eine oder andere Mal wirkt sie vielleicht zu gutgläubig und anhänglich für ihre 600 Jahre, doch aufgrund ihrer Vergangenheit lässt sich auch das erklären.
Danaus ist der typische schweigsame, muskelbepackte und sehr attraktive Charakter, der einer ebenso sexy Protagonistin zur Seite gestellt wird. Mir hat gut gefallen, dass man immer nur häppchenweise etwas über ihn erfährt und sein Geheimnis nie ganz gelüftet wird - da kann man sich sicher auf einige interessante Wendungen in Band zwei freuen.

Gegen Ende hin hat es einige sehr interessante Wendungen gegeben, die das Buch letztendlich für mich gerettet haben. Von einigen Dingen war ich hellauf begeistert. Mira erfährt dann einige überaus interessante Dinge über sich, die sowohl ihr eigenes als auch das Bild des Lesers von ihr ein wenig verändern. Das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzungen und lässt Hoffnung aufkommen, dass diese einiges mehr zu bieten hat als der Auftakt der Serie.

Auch anzumerken ist die Idee der Naturi. Bei ihnen handelt es sich um Elfen, aber eben so ganz anders, als man es gewohnt ist. Diese sind blutrünstig und erbarmungslos. Ihre Kräfte konkurieren mit denen der Vampire. Es kommt auch immer wieder der Bezeichnung von Sonnen- und Mondwesen vor, die in einen ewigen Kampf verstrickt sind. Für die Folgebände wünsche ich mir mehr Informationen darüber, die Idee hat nämlich Potential.


Eine Geschichte voller Spannung, Vampire und Blut. Wer über einige Unzulänglichkeiten und die übertrieben benutzen Floskeln hinwegsehen kann, wird sich gut unterhalten sehen.
Herzlichen Dank an

Zur Autorin:
Jocelynn Drake lebt mit ihrer Familie in Cincinatti, wo sie auch aufgewachsen ist. Bereits in ihrer Kindheit begann sie zu schreiben. Zu ihren Einflüssen zählt sie Raymond Feist, die Batman-Comics der 90er Jahre, Oscar Wilde und Ernest Hemingway. "Nightwalker" ist ihr erster veröffentlichter Roman.
www.jocelynndrake.com

Donnerstag, 24. Juni 2010

Neuzugänge der Woche

Lisa McMann, Wake
For seventeen-year-old Janie, getting sucked into other people's dreams is getting old. Especially the falling dreams, the naked-but-nobody-notices dreams, and the sex-crazed dreams. Janie's seen enough fantasy booty to last her a lifetime.
She can't tell anybody about what she does - they'd never believe her, or worse, they'd think she's a freak. So Janie lives on the fringe, cursed with an ability she doesn't want and can't control.
Then she falls into a gruesome nightmare, one that chills her to the bone. For the first time, Janie is more than a witness to someone else's twisted psyche. She is a participant...



Kai Meyer, Die Unsterbliche
Folgeband zu Die Alchimistin
Paris 1914. Europa ist in Aufruht, es wird Krieg geben. Der blutige Abdruck einer sechsfingerigen Hand bringt die Alchimistin Aura Institoris auf die Spur einer unheimlichen Macht. Aura muss sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen - und dem mörderischen Vermächtnis ihres Vaters. Eine blutige Hetzjagd quear durch Europa nimmt ihren Lauf.




Malinda Lo, Ash
With her parents both gone, Ash finds herself a servant in the house of her ruthless stepmother and there seems no hope of finding happiness again.
But Ash is unaware of her mother's legacy, and that it will lead her to a magical place. A place where love, identity and belonging are all waiting...






Becca Fitzpatrick, Engel der Nacht
Erscheint am 9. August.
Sein Geheimnis ist seine Herkunft, und seine Anziehungskraft ist überirdisch.
Als Nora ihm zum ersten Mal begegnet, weiß sie gleich, dass seine tiefschwarzen Augen mehr verbergen als offenbaren: Patch wirkt geheimnisvoll, fast unheimlich auf sie, und Nora ist zutiefst fasziniert von seiner rätselhaften Ausstrahlung. Doch zugleich macht Patch ihr auch Angst. Denn immer öfter hat sie das Gefühl, verfolgt zu werden, und sie wird den Verdacht nicht los, dass Patch etwas damit zu tun haben könnte. Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Wo kommt er her, warum fühlt sie sich so sehr zu ihm hingezogen - und diese Narbe auf seinem Rücken, was hat sie zu bedeuten? Immer tiefer wird Nora verstrickt in Ereignisse, in denen Himmel und Hölle ganz nah beieinander liegen...

Herzlichen Dank an Page & Turner!


Joshua Palmatier, Die Kämpferin
(Hol ich mir morgen ab - liegt in der Buchhandlung schon für mich bereit :D) Die Assassine und Die Regentin habe ich ja regelrecht verschlungen  - und die beiden Bücher zählen für mich zu den absoluten Highlights Winter 2009/10!
***SPOILERGEFAHR*** Hier Informationen zu: Die Assassine (knappe Rezension bzw. Kommentar gibt es von mir dort auch)

Varis, die ehemalige Diebin und Assassine, herrscht in der Stadt Amenkor als Regentin des Geisterthrons. Mit seiner Hilfe hat Varis eine Invasion von jenseits des Meeres abgewehrt. Aber nun steht Amenkor in Flammen, und der Thron ist zerstört und mit ihm das Wissen aller, deren Geist in ihn eingegangen ist.Varis einzige Hoffnung liegt in der Schwesterstadt Venitte. Dort soll es, den Legenden zufolge, ein Gegenstück zu dem Thron von Amenkor gegeben haben. Venitte ist eine Brutstätte von Politik und Intrigen, regiert von einem zerstrittenen Rat, dessen Parteien sich bis aufs Blut bekämpfen. Und die Invasoren, die zuvor Amenkor heimsuchten, stehen nun vor den Toren von Venitte, und ob sich die Stadt gegen sie behaupten kann, ist fraglich.Zumal es in dieser Stadt nicht die geringste Spur von einem zweiten Geisterthron gibt. 

Dienstag, 22. Juni 2010

SuB-Losverfahren

Heute habe ich es erfahren: Welches Buch ich im Laufe des SuB-Losverfahrens zu lesen habe!
Novia hat für mich Nr. 42 gezogen: Markus Zusak, The Book Thief. Das wollte ich sowieso schon so lange lesen...

Inhalt:
Here Is a Small Fact:
You Are Going to Die.

1939. Nazi Germany. The country is holding its breath.
Death has never been busier.

Liesel, a nine-year-old girl, is living with a foster family on Himmel Street. Her parents have been taken away to a concentration camp. Liesel steals books. This is her story and the story of the inhabitant of her street when the bomb begin to fall.

Some Important Information:
This Novel Is Narrated by Death.

it's a small story, about:
a girl
an accordionist
some fanatical Germans
a Jewish fist fighter
and quite a lot of thievery.

Another Thing You Should Know:
Death Will Visit the Book Thief Three Times.

Sonntag, 20. Juni 2010

[Rezension] Polly Shulman, Die geheime Sammlung

 

Seitenzahl 352
Preis EUR (D) 14,95
ISBN 978-3-426-28331-8

Inhalt (lt. Rückentext):
"Ich bin kein Mädchen, das glaubt, dass die Wirklichkeit wie ein Märchen ist. Aber als ich den Spiegel sprechen hörte, da wusste ich, dass ich mir das nicht eingebildet hatte. Das war Zauberei!"

Es ist nicht leicht, eine Außenseiterin zu sein. Doch dann bekommt Elizabeth einen Aushilfsjob in einem besonderen Museum, dem Repositiorium der Verleihbaren Schätze, in dem man Kunst und Krempel, Wertvolles und Verrücktes ausleihen kann.
In den geheimnisvollen Lagerhallen findet Elizabeth endlich echte Freunde, die bereit sind, mit ihr durch dick und dünn zu gehen. Und die braucht sie dringender, als sie geahnt hat - denn verborgen im Keller gibt es noch eine geheime Sammlung, deren Schätze ungewöhnliche Kräfte haben...

Zum Buch:
Elizabeth hat es nicht leicht mit ihrer Stiefmutter und den beiden Stiefschwester. Um ihren Stiefschwestern das Collge zu finanzieren, muss ihr Vater sie auf eine Schule mit geringerem Schulgeld schicken. Elizabeth kennt dort kaum jemanden und kann sich nicht wirklich einleben. Da kommt ihr der Vorschlag ihres Lehrers ganz recht, sich im Repositorium der Verleihbaren Schätze zu bewerben. Nach einem skurillen Einstellungs-Test wird sie angenommen und in die Welt des Repositoriums eingeführt. Dort arbeiten auch Marc, Basketball-Spieler und beliebtester Junge der Schule, die wunderschöne und reiche Anjali und der wortkarge Aaron.
Elizabeth freundet sich bald mit ihren Arbeitskollegen an und entdeckt, dass im Repositorium nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Ganz sicher, dass etwas nicht stimmt, ist sie sich, als ein Kunde ihr erklärt, dass seine Schuhe nicht funktionieren... Elizabeth wird in ein Geheimnis eingeweiht, das größer ist als alles, was sie sich jemals vorgestellt hat.

Rezeption:
Die Protagonistin und Ich-Erzählerin Elizabeth lebt in New York und ist im Grunde ein normaler Teenager - abgesehen davon, dass ihr Leben an ein Märchen erinnert - ihre Mutter ist gestorben, ihre Stiefmutter und deren zwei Töchter machen ihr das Leben schwer.

Elizabeth ist ein sympathischer Charakter mit Stärken und Schwächen und vor allem einer Unsicherheit, wie sie für Teenager typisch ist. Sie fühlt sich nirgenwo richtig wohl und möchte im Grunde nur dazugehören. Ihre Füße sind ihr zu groß und sie hält sich für nicht besonders hübsch. Außerdem schwärmt sie, wie fast alle Mädchen ihrer Schule, für den Basketball-Star Marc - vergebene Liebesmüh, denn der nimmt sie nicht wahr, bis sie gemeinsam arbeiten.
Marc ist sehr beliebt und weiß es auch. Allerdings kümmert er sich liebevoll um seinen dreijährigen Bruder und die Arbeit im Repositorium bedeutet ihm viel. Und er schwärmt für die schöne Anjali. Die ist aus reichem Hause und Tochter strenger Eltern. Sie freundet sich schnell mit Elizabeth an und gibt dieser somit erstmals das Gefühl, nicht ganz so alleine zu sein.
Aaron, ebenfalls Angestellter im Repositorium, ist recht schweigsam und eifersüchtig auf Marc, da er selbst für Anjali schwärmt, diese ihn aber kaum wahrnimmt. Anfangs ist er sehr abweisend und mürrisch Elizabeth gegenüber, das ändert sich aber, als er sie näher kennen lernt. Auch Elizabeth entdeckt, dass sie ihn eigentlich gar nicht hasst - obwohl er sie im Gegensatz zu Anjali immer alles andere als galant behandelt.

Das Buch ist locker und angenehm geschrieben - was aber nicht über ein paar Schwächen hinwegtäuschen kann. So ist es schon sehr auffallend, als Anfang des Buches ein schwerer inhaltlicher Fehler gemacht wird. (Elizabeth verschenkt ihre Schuhe vor den Ferien, nach den Ferien wird sie von ihrem Lehrer darauf angesprochen, dass sie die Schuhe gestern verschenkt hat.) Außerdem ist es doch recht störend, dass zeitliche Distanzen nicht durch neue Absätze gekennzeichnet werden - stattdessen geht es munter weiter im Text und statt in der Schule ist man plötzlich im Repositorium, und das einige Tage später.
Aber das ist auch schon die einzige negative Kritik, die ich anbringen kann. Die Geschichte an sich hat mir überaus gut gefallen und die Idee, ein modernes Märchen einmal ganz anders zu schreiben hat ohne Frage Charme.
Von Kapitel zu Kapitel wird die Geschichte fantastischer und liebenswürdiger. Shulman versteht es, genügend Spannung und Humor einzubauen, um den Leser mit gutem Gefühl zurückzulassen. Mir hat die Geschichte ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Ein Buch für alle, die Märchen lieben und die Gebrüder Grimm einmal anders sehen wollen. Für solche, die von der ersten Liebe lesen und träumen möchten. Und im Grunde für jene, die einfach nur kurzweilig und gut unterhalten werden wollen.



Zur Autorin:
Es gibt kaum ein Thema, über das Polly Shulman noch nicht für Zeitungen und Magazine geschrieben hat: ägyptische Grabmäler, essbare Quallen, Unendlichkeit, Blind-Dates, Bücher und, und, und … Sie liebt es, ihre Schokoladenkekse mit Cayennepfeffer zu würzen und sammelt eigenartigen Schmuck aus der viktorianischen Zeit. Kaum zu glauben, dass sie ursprünglich einmal Mathematik in Yale studiert hat. Polly Shulman ist in New York aufgewachsen, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann und einem Papagei namens Olive lebt.

Herzlichen Dank an

Assassin's Creed: Brotherhood

Jaja, ich weiß, das ist kein Buch (obwohl es ein Buch zu Assassin's Creed gibt!) - aber ich bin absoluter AC-Fan. Und deswegen war ich heut ganz begeistert, als die liebe Anna mir die Links zu Trailern des 3. Teiles geschickt hat. Was für ein Spiel! Was für ein Altair/ Ezio/ Demond!
Assassin's Creed: Brotherhood erscheint im November diesen Jahres - also etwa genau ein Jahr nach ACII. Für Fans eine tolle Sache und ich bin schon sehr gespannt, was sich die Spielemacher da wieder einfallen haben lassen - schließlich soll Ezio ja diesmal gemeinsam mit seinen Assassinen-Brüdern in den Kampf ziehen...

Für Leute, die mit AC nicht vertraut sind: Es handelt sich um ein Computerspiel für Playstation 3, PC und Xbox 360. Der junge Desmond wird von einem Unternehmen entführt und soll für diese in den Körper seines Vorfahren im Mittelalter, Zeit des 3. Kreuzzuges im geheiligten Land, um Informationen über die Assassinen, denen sein Vorfahre Altair angehört hat, zu sammeln. Desmond öffnet sich eine vollkommen neue Welt und er bemekt bald, dass der Kampf zwischen Templern und Assassinen nie geendet hat...

In ACII bricht Desmond aus der Gefangenschaft aus und eine Art Rebellengruppe schickt ihn mit einer eigenen Maschine in den Körper seines Vorfahren in der Renaissance - Ezio Auditore de Firenze. Der Kampf geht weiter und immer neue Geheimnisse offenbaren sich...

Auch in AC: Brotherhood ist Ezio wieder Hauptcharakter und inzwischen eine Legende...



Wenn ihr auf die Bilder klickt, gibt's mehr Informationen dazu:

Samstag, 19. Juni 2010

Samstags-Ding

Zeit, etwas Neues hier einzuführen: Das Samstags-Ding. Nicht zu beschreiben, da nicht definiert. Lasst euch einfach überraschen.

Diesmal: Singin' in the Rain
I'm singin' in the rain, singin' in the rain...
Die große Zeit der Farb- und Musikfilme... Das waren die 50er und 60er. Ich weiß nicht, ob es viele Gleichaltrige gibt, die von alten Heimatfilmen und Musicals so begeistert sind wie ich... Jedenfalls sehe ich mir mit Begeisterung Filme wie "Charley's Tante", "Frühstück bei Tiffany" und "Singin' in the Rain" an - da kann man lachen und schmalzen. Die Lieder sind einfallsreich und vor allem einzigartig - und nehmen sich nie zu ernst.
Und wer kennt nicht das Bild von Audrey Hepburn als zauberhafte Holly Golightly im Abendkleid? Eine Zeit voller Ikonen, modischer Rafinesse und zarten Farbfilm-Versuchen.
Mich fasziniert diese vollkommen andere Welt, die ja noch nicht so lange vergangen ist... und die die Eltern bzw. Großeltern noch erlebt haben. Das ist Zeitgeschichte, Zeitzeugnis - und gehört genauso zu unserer Kultur wie alles andere. In ihrer Inszenierung erinnern diese Filme manchmal an richtige Kunstwerke - gezeichnete Schauplätze, Inszenierungen wie auf der Bühne. So etwas gibt es heute nicht mehr (natürlich hat der heutige Film dafür eine Unzahl anderer Möglichkeiten, die dem modernen Zeitalter entsprechen).
Problemfilme sind rar in den 50er und 60ern - Probleme hatte man davor schließlich genug und der Film war reines Entertainment. Eine gute Sache und bestimmt war es auch exakt das, was die Leute sich damals wünschten: Der Blick in eine Welt, in der alles heil ist, die voller komischer Missverständnisse und herzlicher Liebesbeziehungen ist. So etwas kann man heute noch gut gebrauchen - umso besser, dass es schon eine ganze Brandbeite dieser herzigen Filme gibt. Denn was auch immer heute an problemfreien Filmen produziert wird - es kommt nicht im Entferntesten an diese Pioniere der Filmgeschichte heran.

Und auch "Singin' in the Rain" ist voll mit diesen Elementen. Was mir besonders an dem Film gefallen hat, ist die Nebengeschichte, die er erzählt. Gene Kelley performed als Don Lockwood, ein Schauspieler der 20er Jahre. Ein Umbruch steht bevor: Aus dem klassischen Stummfilm soll jetzt Tonfilm werden! Das stellt die berühmte Lina vor kein geringes Problem: denn so hübsch sie ist, so hässlich ist ihre Stimme. Um seine Karriere am Laufen zu halten, lässt sich Don etwas recht innovatives einfallen: Die Dame seines Herzens, mit wunderschöner Stimme, soll Lina synchronisieren. Das klappt auch gut, bis die karrieregeile Lina Wind von der Sache bekommt...


Freitag, 18. Juni 2010

[Rezension] Oliver Plaschka, Die Magier von Montparnasse

gebunden mit Schutzumschlag, Vorsatzkarten
Seiten: 428
ISBN: 978-3-608-93874-6

Inhalt (lt. Rückentext):
Zauberer nähren sich von der Verwirrung des Publikums wie Vampire von der Unschuld ihrer Opfer.
Paris, 1926, ein Varieté am Montparnasse. Eigentlich ahtten der Bühnenzauberer Ravi und seine Assistentin Blanche nur ihr harmloses Zauberkunststück im Sinn. Dann aber wird der große Ravi gezwungen, die älteste Regel der Zaubererzunft zu brechen: Vor aller Augen setzt er echte Magie ein.

Zum Buch:
Im Grunde sollte auch dieser siebte Tag ihrer Aufführung im Bobino nichts besonderes werden. Ravi und seine Assistentin Blanche wollten nur das erfolgreiche einwöchige Engagement abschließen und dann wieder ihrer Wege gehen. Doch an diesem 26. September im Jahre 1926 passiert etwas, das nicht hätte passieren dürfen. Während des Auftritts geht etwas schief - und Ravi hat die Wahl, sich an die Regeln zu halten, oder seine geliebte Blanche vor dem Tod zu bewahren. Er entscheidet sich für letzteres, und das bedeutet Magie. Echte Magie.
An diesem Abend beginnt Ravis Prüfung, die härter sein wird als erwartet. Sieben Tage lang wiederholt sich jener Sonntag, während Blanche in komatösen Schlaf verfallen ist. Um den Montag zu erleben, muss Ravi Einfallsreichtum und Raffinesse beweisen. Er muss einen Weg finden, die Zeit wieder in gewohnte Bahnen zu führen. Dabei ist er nicht unbeobachtet: Mitglieder der Société Silencieuse beobachten ihn. So erscheint bald der exzentrische Engländer Barneby, kurz gefolgt von der geheimnisvollen Madame Céleste und dem überaus schönen Orlando und dessen Diener.
Und da sind auch noch Justine, eine Kellnerin, und Gaspard, hoffnungsvoller Autor, die das Schicksal immer wieder zueinander zu führen scheint - doch was geschah am wahren Sonntag?
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, während diese zum Stillstand gerät...

Rezeption:
Oliver Plaschka hat hier ein wahrlich magisches Werk vorgelegt. Innerhalb kürzester Zeit bin ich im Bann dieser Geschichte gefangen gewesen und mich immer wieder gefragt, worum es nun wirklich geht - denn das bleibt bis zum Finale vollkommen unklar. Plaschka versteht es mithilfe einer wunderschönen Sprache das Montparnasse der 20er Jahre wieder auferstehen zu lassen, mit all den Elementen, die Paris und diese Zeit auszeichnen. Es fließen faszinierende Aspekte in die Handlung ein - historische Fakten mit fantasievoller Fiktion, ein Magier, der sich hinter falscher Zauberkunst versteckt, eine Geschichte, die sich hinter einer anderen bedeckt hält.

Protagonisten gibt es mehrere, die aus der Ich-Perspektive erzählen. Ravi ist so, wie man sich einen Zauberkünstler vorstellen würde: geheimnisvoll und beherrscht, immer mit Umhand und weißen Handschuhen anzufinden. Doch dass er ein Geheimnis verbirgt, wird schon bald bewusst.
Seine Assistentin Blanche scheint eine Weile lang nur Nebenfigur zu sein, doch schließlich entwickelt sie sich zum Kern der Geschehnisse, zu der unterschwelligen Macht im Café Jardin, in dem die Charaktere untergekommen sind. Wie es das Leitmotiv dieses Romans zu sein scheint, ist auch Blanche nicht, was sie zu sein scheint.
Mit dem Auftritt Barnebys kommt Komik in die Handlung. Der Engländer ist ebenso sympathisch wie geheimnisvoll. Unter seiner offenen und verrückten Art spürt man einen sehr viel tieferen Kern und ahnt, dass er gefährlicher sein könnte, als es den Anschein hat.
Mit der dunkelhäutigen Céleste verbindet ihn offensichtlich etwas, doch was genau, bleibt lange ein Rätsel. Im einen Moment scheint es, als könnten sich die beiden nicht ausstehen, im nächsten als hätten sie ein lange gemeinsame Vergangenheit und eine daraus resultierende Verbindung.
Gaspard und Justine, die romantischen Figuren dieser Erzählung, entwickeln sich von nichtsahnenden, normalen Menschen in heimliche Helden. Nach einer Weile scheint sich alles auf diese beiden zu fokussieren, im Besonderen auf die hübsche Justine. Auch entwickelt sich zwischen Blanche und Justine eine Verbindung, die die rästelhafte Note der Geschichte noch unterstreicht.
Alphonse und seine Frau Esmée sind die Besitzer des Jardin und leben im ehelichen Clinch miteinander. Beide sind verbittert und können nicht zugeben, dass sie ihren Partner lieben und für nichts eintauschen würden. Das macht die beiden sympathisch.
All diese Figuren sorgen dafür, dass es für jeden Leser einen Charakter gibt, von dem er sich angesprochen fühlt - egal welches Alter oder Geschlecht, welche Eigenheiten und Vorlieben.

Interessant ist der Fakt, dass die gesamte Zeit Unklarheit darüber herrscht, was nun wirklich vorgeht. Die Fragen, weshalb die Zeit stehen geblieben ist, was es mit der Société auf sich hat und weshalb Blanche schläft, bleiben bis zum Schluss ungeklärt - mit Ausnahme einiger Andeutungen. Von Tag zu Tag werden die Zustände in Montparnasse, und im Jardin im Besonderen, verrückter zu werden. Jeden Tag geschieht etwas Verrücktes, an das sich niemand außer den Zauberern mehr erinnern kann, wenn der neue Tag anbricht. Das sorgt für eine gewisse Komik und ein wenig Verrücktheit.
Der Leser wird von den Erzählern oft direkt angesprochen, was eine intime Beziehung zu den Charakteren schafft und mich umso mehr in die Geschichte hineingezogen hat. Zur Spitze getrieben wird das in einem Kapitel, in dem Alphonse mit dem Leser wie mit einem seiner Gäste spricht.

Die Magier von Montparnasse ist eine Geschichte voller Illusionen und Überraschungen. Wer nach einem ausgefallenen und unterhaltsamen Buch sucht, macht mit diesem bestimmt nichts falsch.


Zum Autor:
Oliver Plaschka, geboren 1975, studierte Anglistik und Ethnologie an der Universität Heidelberg und ist Mitverfasser des Narnia-Rollenspiels. Sein Roman Fairwater oder die Spiegel des Herrn Bartholomew wurde 2008 als bestes deutschsprachiges Romandebüt mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet. Oliver Plaschka lebt in Speyer.




Herzlichen Dank an

Neuzugänge der Woche

Auch diese Woche ging nicht ohne neue Bücher vorbei...

Krystyna Kuhn, Das Tal Season 1: Das Spiel
Es ist dunkel. Es liegt mitten im Nirgendwo. Und es birgt ein schreckliches Geheimnis...
Eine coole Einweihungsparty im Bootshaus, so feiern die neuen Studenten ihre Ankunft im Grace College. Doch schon bald merken Julia und ihre Freunde, dass in dem abgelegenen Tal mitten in den kanadischen Bergen etwas nicht stimmt. Wozu die vielen Verbotsschilder rund um das College? Und warum ist der Ort nicht auf Google Earth zu finden?
Die Lage spitzt sich  zu, als Julias Bruder Robert beobachtet, wie ein Mädchen in den Lake Mirror springt und von einem Strudel nach unten gezogen wird. Aber niemand schenkt seinen Worten Glauben - nicht einmal Julia. Noch ahnt sie nicht, dass die dunklen Schatten der Vergangenheit, die sie für immer überwunden glaubte, hier im Tal wieder an die Oberfläche drängen.

Herzlichen Dank an Arena für dieses Rezensionsexemplar!


Robin McKinley, Atem der Nacht
Sie ist die Sonne und das Leben. Er ist die Nacht und der Tod.
Es gibt Orte, wo die Dunkelheit regiert, Orte die jeder Sterbliche meiden sollte. Sunshine wusste, dass es leichtsinnig war, nach Sonnenuntergang an den See zu gehen. Doch es war dort viele Jahre ruhig gewesen, und sie musste einfach für eine Weile alleine sein... Sie hörte sie nicht kommen - kein Mensch konnte Vampire hören, wenn sie es nicht wollten.
Sie ketteten sie in einem verlassenen Haus an die Wand un ließen sie allein mit der Kreatur, die im Dunkeln kauerte. Sunshine wusste, dass sie keine Chance hatte, sie war Futter für den Vampir, der wie sie ein Gefangener war. Doch als die Sonne aufging, war Sunshine nicht tot, und nun hielt sie sein "Leben" in der Hand.


Terry Goodkind, Das Schwert der Wahrheit: Das erste Gesetz der Magie
Ich weiß, wahrscheinlich eine blöde Idee, wenn man bedenkt, dass die Reihe 11 Bücher hat (glaube ich) und jedes Buch um die 1000 Seiten... aber schon seit Jahren starre ich jetzt diese Bücher an und jetzt hab ich einfach zugeschlagen... wird wohl Sommerlektüre. Außerdem wär das doch was für die All you need is... Fantasy!-Challenge, oder?
Westland ist ein Land des Friedens. Aber als der Vater des jungen Richard Cypher gewaltsam zu Tode kommt, macht sich der Waldläufer auf die Suche nach dem Mörder. Dabei begegnet Richard der schönen Kahlan, die nach Westland gekommen ist, weil ihre Heimat Midland von dem machtgierigen Darken Rahl bedroht wird. Doch Rahls Häscher lauern überall. Richard und Kahlan sind nirgends sicher, und auch Richards Waffe, das Schwert der Wahrheit, kann ihnen nur beschränkten Schutz bieten. Und dann überwindet das Böse die Grenze nach Westland...


Gerd Ruebenstrunk, Arthur und die vergessenen Bücher
Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen...
...von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle "Buch der Antworten" finden, bevor es in falsche Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna - immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der Vergessenen Bücher...

Herzlichen Dank an arsEdition!


Lynn Raven, Der Kuss des Kjer
Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren soll er die Heilerin an den Hof bringen.
Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als "Blutwolf" verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Auf beide wartet jedoch eine tödliche Überraschung...

Meinen Dank an CBT!

[Umfrage] Gibt es ein Lied, das du mit einem Buch verbindest?


Seit einiger Zeit geistert diese Frage jetzt schon in den Weiten meines Gehirns herum und heute möchte ich es wirklich von euch wissen: Gibt es ein Lied, das ihr mit einem Buch verbindet? Wenn ja, welches und mit welchem Buch?
Natürlich bekommt ihr meine Antwort auch gleich: Bei mir gibt es das - und zwar ganz ausgeprägt mit Metallica - Nothing Else Matters. Die Kombination mag jetzt etwas fraglich wirken, aber ich assoziiere das Lied mit Louisa M. Alcotts Jahre der Erfüllung. Am Anfang kommt der kleine, arme Nathaniel zu Herrn und Frau Braun, die sich um Kinder kümmern und erhofft sich ein besseres Leben. Das erwartet ihn natürlich bei Jo auch! Aber die Melancholie dieses Anfangs, ein kleiner, vom Leben ungerecht behandelter Junge, der sich nur nach Wärme sehnt und sich als Außenseiter in dieser heilen Welt vorkommt... da passt Nothing Else Matters von der Melodie einfach perfekt!

Und nun sagt mir doch, was ihr dazu meint. Ich bin gespannt. Natürlich könnt ihr, wenn ihr wollt, diese Frage auch auf euren Blogs stellen - die Antworten würden mich allerdings brennend interessieren.





Auswertung der Umfrage:

Ja
  7 (87%)
Nein
  1 (12%)

Danke an alle, die teilgenommen haben!

Donnerstag, 17. Juni 2010

Fred Astaire in Smooth Criminal & Die verrückte Maggie

Gerade entdeckt und für genial befunden. Fred Astaire - eine Ikone in und nach seiner Zeit. Ich oute mich gerne als Fan. Interessant finde ich, dass Frederik Austerlitz - Astaires bürgerlicher Name - österreichisch-deutscher Abstammung ist. Hach, da kann man ja noch vom eigenen Glück träumen (nicht, dass ich singen, tanzen oder sonst etwas in der Richtung besonders gut könnte).
Besonders gerne habe ich den Film "Ein süßer Fratz" in dem Fred Astaire sich in die junge Audrey Hepburn verliebt - schön! Und so richtig altes Musical.





****

Maggie Stiefvater, bekannt als Autorin der Bücher Shiver, Lament und Ballad - ist außerdem dafür bekannt, ein wenig durchgeknallt zu sein. Das beweist die Gute auch bei dem Begrüßungstext zu ihrem Blog, ich zitiere:
I am Maggie Stiefvater. I write YA novels about wolves and kissing (the NYT Bestseller SHIVER and the other Wolves of Mercy Falls books) and about homicidal faeries (LAMENT and the Books of Faerie). [...]

This blog chronicles my struggles in writing and becoming Queen of America.[...]
Wenn das mal nicht was ist... ich glaub, die Queen von America wird sie locker - mit solchen Aussagen :D

Mittwoch, 16. Juni 2010

Achja, das Challenge-Fieber

In Wirklichkeit hat es mich natürlich nicht gepackt, das Challenge-Fieber! Ich dachte mir nur: Hm, du musst sowieso so viele unterschiedliche Bücher für das Studium lesen, da kannst du das auch gleich mit einer Challenge kombinieren. Und das tu ich auch. Mit Hollys Ich bilde mich weiter!-Challenge.
Wer es noch nicht kennt: Man soll aus 12 verschiedenen Genres ein Buch lesen. Sollte doch zu machen sein! Und SuB-Abbau inklusive! Ahja, ich mag Challenges...

Meine Fortschritte gibt es dann, wie zu allen Challenges, hier.

Manner und Programmvorschau

Mit Stolz präsentiere ich den ersten Gewinn meines Lebens: Eine Manner-Tasche voller Manner-Produkte!
Was das mit Büchern zu tun hat? Gar nichts? Ha, da habt ihr euch getäuscht! Im Lesemonat April haben die Buchhandlungen nämlich ein großes Gewinnspiel gestartet, bei dem allerlei Dinge zu gewinnen waren. Und eines davon war eben die Mannertasche (in die bestimmt auch viele Bücher passen...und sie ist wasserdicht, was an einem Tag wie heute perfekt ist). Ich bin glücklich und find die Tasche kuhl!



Und heute ist sie bei mir angekommen, die Pan'sche Herbst/ Winter-Vorschau. Ich bin begeistert von der wirklich wunderschönen Aufmachung und werde heute noch ein wenig darin schmöckern - ich weiß jedenfalls schon, welche Bücher ich lesen möchte... Danke an den Pan-Verlag!


Außerdem gibt es wieder ein paar literarische Neuzugänge, doch mehr dazu Ende der Woche...

Dienstag, 15. Juni 2010

Neil McCarthy und Niall de Búrca

Ich hatte heute eine fantastische Vorlesung - einen Gastvortrag, den man so gar nicht mehr nennen kann. In meiner heutigen Vorlesung zu Irish Civilization (Cultural Studies) hatten wir den Poeten Neil McCarthy und den Geschichtenerzähler Niall de Búrca zu Gast. Ich kann nur sagen: Ich habe so furchtbar gelacht, dass ich Tränen in den Augen hatte.

Zu Niall de Búrca gibt es eine wunderbare Homepage. Ihm bei seinen Geschichten zuzuhören & zuzusehen ist ein reines Erlebnis! Ich hab noch nie einen Menschen gesehen, der sich dermaßen in seine Geschichte hineinsteigern kann! Seine Figuren zeichnet er so detailgetreu nach, dass man das Gefühl hat, nicht nur einen Menschen, sondern einen ganzen Haufen von Menschen und Typen zu erleben! Das alles unterstrichen mit unglaublicher Komik in Mimik und Stimme - einfach perfekt, ein Genuss und einzigartig.

Auf YouTube habe ich das eine oder andere Video von Neil McCarthy gefunden, die leider nicht den ganzen Zauber einfangen, ihn live zu erleben, aber schon einen Eindruck verschaffen. Hier eines davon:


Wenn die Iren alle so sind, dann ab nach Irland! Uns wurde jedenfalls versichert, dass man so einzigartige und ein wenig durchgeknallte Wesen wie Niall de Búrca an jeder Ecke findet :)

[Blogparade] Luftig-leichte Bücher für den Sommerurlaub

Darauf gestoßen bin ich bei Read That! und halte es für eine interessante Frage: Welche drei Bücher würdet ihr für den diesjährigen Sommerurlaub empfehlen?

Da überleg ich doch schnell und entscheide mich für folgende:

1. Susan Elizabeth Philips, Küss mich, Engel

2. Sophie Kinsella, Sag's nicht weiter, Liebling

3. Sarah Dessen, Along for the Ride


All you need is ... Fantasy! - Challenge

Jetzt hat sie mich dazu gebracht, mitzumachen, die böse Soleil! (Na gut, ich bin vielleicht auch ein wenig selbst dran Schuld.)
Die Idee finde ich übrigens ziemlich genial und ich kann mir vorstellen, dass es eine ganz schöne Arbeit war, sie auszuarbeiten.

Worum geht es? Um Fantasy natürlich! Aber das habt ihr euch schon gedacht...
Ziel ist es, 12 Stationen zu absolvieren, die sich alle mit einem Genre der Fantasy beschäftigen. Aber besser erklärt ist das hier.

Sonntag, 13. Juni 2010

Rapunzel - Neu verföhnt (Für Disney-Fanatiker)

Wer es noch nicht weiß, erfährt es jetzt: Der neue Disney-Film wird sich mit Rapunzel beschäftigen. Und die ist ganz neu verföhnt. Inzwischen gibt es auch einen Trailer und der ist lustig (wie könnte es auch anders sein?)!
Schade allerdings, dass nicht auch dieser Disney-Film ein gezeichneter sein wird. Naja, man kann eben auch nicht alles haben.

Danke an Anna für den Hinweis.



Freitag, 11. Juni 2010

Neuzugänge der Woche

Mittwoch gab es Ausverkauf an Büchern bei Libro... da kann man nicht vorbeigehen!

Kat Martin, Lockruf des Herzens
Ich glaube, 98% meiner Schundromane - pardon - historischen Liebesromane habe ich Secondhand oder als Mängelexemplar erstanden :D
Inhalt: Die bezaubernde Lady Jillian Whitney hat in ihrem jungen Leben schon einige Schicksalschläge hinnehmen müssen, doch noch keinen wie diesen: Ihr väterlicher Freund und Gönner wurde ermordet - und sie ist die Hauptverdächtige! Nur Adam Hawthorne, Earl of Blackwood, kann ihr noch helfen. Doch er ist sich nicht sicher, ob er es mit einer hinreißenden Unschuld oder einer gerissenen Betrügerin zu tun hat. Allerdings ist ihm das auch völlig gleichgültig - solange Jillian nur die Seine wird...

Heute war ich leider in der Nähe von Thalia...
Kai Meyer, Die Sturmkönige - Dschinnland
Inhalt: "Mach nicht den Fehler, mir zu vertrauen!"
Sabateas Geheimnis liegt in ihrem Blut - es ist Gabe und Fluch zugleich. Als sie aus der Gefangenschaft im Palast des Herrschers entkommt, führt sie ihr Weg ins Reich der Wilden Magie - und in die Arme des Gesetzlosen Tarik. Der schmuggelt kostbares Drachenhaar durch ein Land, in dem die Naturgesetze keine Gültigkeit besitzen.
Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, an deren Ende die Welt eine andere sein wird.

Torsten Fink, Nomade
Ich fand ja schon seine erste Trilogie - Die Tochter des Magiers - brilliant. Auf zur nächsten!
Inhalt: Der junge Seher Awin kämpft verzweifelt darum, von seinem Volk, den als Wüstennomaden umherziehenden Hakul, als Krieger anerkannt zu werden. Doch sein eifersüchtiger Meister raubt ihm jedes Selbstwertgefühl, obwohl Awin längst der bessere Seher ist. Da wird der Lichtstein geraubt, der größte Schatz der Hakul, und Awin erhält endlich die Möglichkeit, sich zu beweisen...




John Keats, Bright Star: The Complete Poems & Selected Letters of John Keats

Nach dem Film "Bright Star" war das einfach Pflicht!
Inhalt: John Keats died in poverty and relative obscurity in 1821, aged only 25. He is now seen as one of the greatest English poets and a genius of the Romantic age. This collection, which contains all his most memorable works and a selection of his letters, is a feast for the senses, displaying Keats's gift for gorgeous imagery and sensuous language, his passionate devotion to beauty, as well as some of the most moving love poetry ever written.