Mittwoch, 22. Dezember 2010

[Rezension] Karen Marie Moning, Im Schatten dunkler Mächte

432 Seiten
Originaltitel: Faefever
Kartoniert
€ 8,95 [D], € 9,20 [A], sFr 14,90
ISBN-10: 3548280838
ISBN-13: 9783548280837



Inhalt (lt. Rückentext):
Die junge Amerikanerin MacKayla Lane sucht in Dublin nach dem Mörder ihrer Schwester Alina. Als ihr eine Seite aus Alinas Tagebuch zugespielt wird, ist sie schockiert angesichts der verzweifelten Zeilen ihrer Schwester. MacKayla muss erkennen, dass der Mörder ihr selbst immer näher kommt. Und auch andere dunkle Mächte haben es auf sie abgesehen, und MacKayla ist gezwungen, ein Bündnis zu schließen - ein Bündnis mit einem Feind, dessen magische Anziehungskraft zur größten Bedrohung wird.


Zum Buch:
Der zweite Band hat das Tempo ja schon vorgelegt - und es geht ebenso spannend weiter wie im Vorgänger. Atempausen gibt es wenige, im Gegenteil scheint es sogar noch schneller voranzugehen als zuvor.

Mac ist immer noch auf der Suche nach dem Sinsar Dubh, doch sie fühlt es immer öfter in der Nähe. Und wo immer es auch Halt macht, kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen und Chaos.
Immer wieder erhält Mac eine Seite aus dem Tagebuch ihrer verstorbenen Schwester zugeschickt - Absender kommt natürlich nur einer in Frage. Auf diesen Seiten schreibt Macs Schwester über ihre Beziehung zu dem Lord Master und man bekommt knappe Einblicke in ihre Sicht der Dinge.
Die dunklen Zonen in Dublin breiten sich aus, ebenso wie immer mehr Fae die Stadt infiltrieren und in die Rollen normaler Bürger schlüpfen.
Außerdem kommt Mac immer noch nicht mit PHI, der Gemeinschaft der Sidhe-Seherinnen zurecht. Vor allem deren Anführerin macht Mac das Leben schwer und erweist sich immer wieder als Miststück.
Auch die Beziehung zu Barrons bleibt undefiniert und verwirrend - sowohl für Mac als auch für den Leser. Was Barrons nicht weniger interessant oder attraktiv macht. Ebenso verwirrend sind die Annäherungsversuche V'lanes, der sich eindeutig Mühe gibt Macs Gunst zu erringen. Dabei stellt er sich ebenso ungeschickt wie süß an - und wird um einiges sympathischer als in den beiden Bänden zuvor.

Generell herrscht eine gewisse Untergangsstimmung - dieser apokalyptische Tenor beherrscht das gesamte Buch und treibt zum schnelleren Lesen an - schließlich möchte man wissen, worauf das alles letztendlich hinausläuft. Und spannend wird es fürwahr - aber auch ebenso erschreckend. Der Höhepunkt bahnt sich bis zum Schluss hin an, um dann auszubrechen. Das Ende ist also auch diesmal ein riesiger Cliffhanger, der einen liebend gern gleich zum nächsten Buch greifen lassen würde (das glücklicherweise schon erschienen ist).

Der Erzählstil ist weiterhin locker und flüssig. Generell ist das Buch ein schnell zu lesendes. Auch Macs Stimme behält ihren amüsanten Ton und sorgt für einige Schmunzler. Vor allem aber ihre unerwarteten Aktionen machen gute Laune und bilden einen guten Kontrast zum doch recht düsteren Hauptplot.

Meines Erachtens nach wächst die Reihe mit jedem weiteren Band - bisher ist dieser hier der spannendste und überraschendste. Urban Fantasy-Fans mit Faible für irische Kultur sollten hier zugreifen!







Herzlichen Dank an
Marion von Schröder

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