Mittwoch, 8. September 2010

[Rezension] Rachel Hawkins, Hex Hall: Wilder Zauber

Kartoniert mit Klappe
Seiten: 304
Originaltitel: Hex Hall
ISBN: 978-3-8025-8239-4

Inhalt (lt. Rückentext):
Dunkle Machenschaften an der Highschool für Hexen
Nach einem missglückten Liebeszauber wird Sophie Mercer an ein Internat für magische Wesen geschickt. Als sie dort den gut aussehenden Archer trifft, verliebt sie sich auf den ersten Blick in ihn. Doch in Hex Hall gehen seltsame Dinge vor. Sophies Zimmergenossin wird verdächtigt, andere Schüler angegriffen zu haben. Eine finstere Macht treibt ihr Unwesen an der Schule und Sophie könnte das nächste Opfer sein...

Zum Buch:
Sophie Mercer passt nirgendwo wirklich dazu, das liegt vor allem daran, dass sie eine Hexe ist, wie sie von ihrer Mutter erfahren hat. Ihren Vater, dem sie die magischen Kräfte zu verdanken hat, hat sie noch nie gesehen, da sich ihre Eltern vor ihrer Geburt voneinander getrennt haben.
Doch dieses Mal ist Sophie zu weit gegangen. Um einer Freundin zu helfen - oder eben das, was für Sophie einer Freundin am nächsten kommt - hext sie einen Liebeszauber für eben diese herbei. Und der geht schief - gewaltig. Um sich selbst und die Hexenwelt zu schützen, muss Sophie auf die Hecate Hall - eine Highschool für auffällige Zauberwesen. Dort lernt sie zum ersten Mal Wesen ihrer Art kennen: Weiße und dunkle Hexen, Werwölfe und andere Werwesen, Elfen und ihre Zimmergenossin ist ein Vampir mit einem Faible für Pink.
Zu Beginn scheint noch alles in Ordnung zu sein, doch dann werden Anschläge auf andere Hexen verübt und zudem erfährt Sophie auch noch, dass ihr Vater ihr so einiges verschwiegen hat...

Rezeption:
Von Hex Hall habe ich mir Unterhaltung erwartet, nicht allzu viel mehr. Doch ich wurde positiv überrascht. Denn dieses Buch ist keine seichte Magierschulen-Geschichte, sondern fährt mit viel stärkeren Geschützen auf. Aber ja, es ist auch unterhaltsam, sehr sogar.

Sophie ist einer dieser Charaktere, die man einfach mögen muss. Sie ist lustig, frech mit dem richtigen Schuss Sarkasmus. Von der Magierwelt weiß sie nicht allzu viel, dank des abwesenden Vaters, und so muss sie alles auf die harte Tour lernen. Immerhin zaubern kann sie ja schon.
Und alle ihre Versuche scheitern, sich nicht in den charmanten, intelligenten Archer zu verlieben, der eine ganz eigene Geschichte zu haben scheint. Blöd nur, dass der mit der Oberzicke Elodie zusammen ist.
Sophie freundet sich mit ihrer Zimmergenossin Jenna an, die von anderen gemieden wird, da sie eine Vampirin ist. Auch als der Verdacht aufkommt, dass Jenna andere Schüler aussaugt, steht Sophie noch zu ihr - ein Zeichen für Sophies starken Charakter und ihre Loyalität. So was mag man doch an einer Protagonistin - zumindest tu ich das.

Das Buch beginnt schon lustig mit Sophies missglücktem Liebeszauber, der einfach ein wenig zu gut gelingt. Nach dieser Einleitung findet man Sophie gleich an den Toren Hecate Halls wieder, wo sie darauf wartet, den magischen Unterricht zu beginnen.
Die Schule ist kein Hogwarts und versucht auch nicht, eines zu sein. Allein das schon ist ein positiver Aspekt. Von außen ist das Gebäude sogar recht hässlich, innen scheint es auch nicht besser zu sein. Der Unterrichtsplan ist wohl so, wie man ihn sich von einer magischen Schule erwartet: Zauberunterricht, magische Geschichte (besonders über Hexenverfolgung) und Literatur (von Lord Byron persönlich geleitet).
Doch die Schule zeigt auch die Gefahren für magische Wesen auf: Es gibt Gruppen, die sich dazu verschrieben haben, Zauberwesen zu vernichten. So etwa eine irische Familie oder der italienische Orden der L'Occio de Dio.
Sophie geht durch den Schulalltag, wobei sie nicht ohne die eine oder andere Strafarbeit davon kommt und schließlich sogar zu Kellerdienst verurteilt wird - die gefürchteste Strafe überhaupt. Schlecht auch für die Teenager-Hormone, die Sophie zu unterdrücken sucht ist, dass Archer die selbe Strafe aufgebrummt bekommt. Von da an verbringen sie einen ganzen Nachtmittag pro Woche gemeinsam und lernen sich besser kennen.

Erzählt wird aus Sophies Perspektive in der Ich-Form, was auch sehr passend ist, denn Sophies sympathischer und humorvoller Charakter sorgt immer wieder für ein Lächeln auf den Lippen des Lesers. Dementsprechend ist das Buch auch angenehm und kurzweilig zu lesen und macht kurz gesagt einfach nur Spaß.
Es ist deutlich, dass Hex Hall - Wilde Magie der Auftakt der Serie ist, es wird einiges erklärt und Geheimnisse bauen sich erst auf. Doch die haben es dann in sich. So manches wird gelöst - anderes bleibt offen und das Ende verspricht einen interessanten und möglicherweise noch spannenderen Folgeband.

Die Mischung aus Sophies heiterer Art, magischen Wesen jeder Sorte und einer guten Portion Geheimnisse - mit Spannungs-Topping - sorgt für pures Lesevergnügen. Eine Serie, die ich gespannt verfolgen werde und jedem ans Herz lege - ob nun selbst Teenager, jung geblieben oder einfach nur Fantasy-Fan.






Herzlichen Dank an
Lyx

Kommentare:

  1. Das Buch wurde mir gestern von Amazon empfoheln und ich muss sagen, dass es mich da nicht sehr angesprochen hat bzw. ich, so wie du anfangs, nicht so viel davon erwartet habe. Aber nachdem ich jetzt deine Rezi gelesen habe, muss ich sagen, dass es mich doch reizt. Also setz ich das mal ganz schnell auf meinen Wunschzettel :P und vielen dank für die Rezi :)

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  2. Hallo!

    Tolle Rezension!

    Um das Buch schleiche ich schon länger herum und aufgrund deiner Bewertung werde ich es mir nun kaufen.

    Liebe Grüße aus Österreich,
    Sabine

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  3. @lilanbooks: Sehr gerne :D Deswegen schreib ich ja Rezis - damit die Entscheidungen leichter fallen. Schließlich will man ja doch schon vorher wissen, ob der Kauf sich auszahlt ^^

    @Sabine: Danke ^^
    Grüße aus Österreich nach Österreich? xD Ich wohn ja in Wien ^^

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  4. Also ich war hin und her gerissen, aber da ich jetzt deine Rezi gelesen hab, kommt das Buch auf jeden Fall auf meine Wunschliste :)
    Liebe Grüße

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