Sonntag, 8. August 2010

[Rezension] Lisa McMann, Fade


Inhalt (lt. Rückentext):
For Janie and Cabel, real life is getting tougher than the dreams. They're just trying to carve out a little (secret) time together, but no such luck.
Disturbing things are happening at Fieldridge High, yet nobody's talking. When Janie taps into a classmate's violent nightmares, the case finally breaks open - but nothing goes as planned. Not even close. Janie's in way over her head, and Cabe's shocking behavior has grave consequences for them both.
Worse yet, Janie learns the truth about herself and her ability - and it's bleak. Seriously, brutally bleak. Not only is her fate as a dream catcher sealed, buth what's to come is way darker than she'd even feared...

Zum Buch:
Seit sie herausgefunden hat, dass es noch andere Dream-Catcher gibt und dass ihre Vorgängerin bei der Polizei gearbeitet hat, hat sich vieles in Janies Leben verändert. Sie arbeitet weiterhin undercover für die Polizei und bekommt einen neuen Auftrag: Es gibt Hinweise darauf, dass Lehrer sich sexuell an Schülern vergreifen und Cabe und Janie sollen der Sache nachgehen. Dabei ist besonders Janie gefragt, denn die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen männlichen Täter handelt, ist groß.
Schon bald gibt es handfeste Andeutungen und Janie muss den Köder spielen, denn durch Träume allein lässt sich nicht allzu viel herausfinden. Das strapaziert ihre ohnehin schon schwierige Beziehung mit Cabe noch mehr und alles scheint zu eskalieren, als Janie auf einer Party direkt in die Falle tappt...

Rezeption:
Gerade dass die Undercover-Missionen im Vordergrund stehen, macht die Geschichte so spannend und vor allem auch glaubwürdig. Denn Janie kann ihre Gabe für den Dienst an der Öffentlichkeit einsetzen. Wie schon im Vorgänger Wake bleibt der Erzählstil der Autorin sachlich und ungewohnt knapp. Wenn das für manchen auch abschrecken wirken mag, in Wahrheit ist es Teil der Anziehungskraft dieser Geschichte. Der Fokus liegt auf den Wesentlichen Dingen - und von denen gibt es genug.
Auch in Teil zwei sträubt sich McMann nicht, den Umgang mit Drogen und Alkohol zu beschreiben und zeichnet dadurch ein recht realistisches Gesellschaftsbild.

Janie erfährt mehr über ihre Fähigkeiten, da sie nun weiß, dass es noch zumindest eine andere Dream-Catcher(in) hab. Sie liest die Aufzeichnungen Mrs. Stubins und stößt dabei auf harte Wahrheiten, die nur bestätigen, was sie schon befürchtet hat. Denn die Gabe kommt mit harten Nebenwirkungen, die Janie schon bald das Leben sehr erschweren werden. Sie hat Angst, was gerade durch den sachlichen Erzählton gut übermittelt wird. Die Chancen auf ein Happy-End stehen schlecht, dennoch ist die Geschichte nicht deprimierend, denn der Überlebens- und Kampfeswille Janies ist deutlich spürbar und lässt einen den Charakter noch näher kommen.

Die Beziehung zwischen Cabe und Janie entwickelt sich weiter und geht durch einige Höhen und Tiefen. Schließlich hatten beide eine schwere Kindheit und gerade Cabe lebt in ständiger Angst um Janie, was die Beziehung schwer belastet, da Janie selbstständig sein will. McMann hat es geschafft, die Liebesgeschichte nicht nur herzlich und süß darzustellen, sondern vor allem auch Wirklichkeitsgetreu. Die Probleme werden nicht als leicht überwindbar dargestellt - trotz all der Liebe, die die beiden füreinander empfinden. Sie müssen kämpfen und das tun sie auch.

Die Handlung bleibt durchwegs spannend und das Buch ist schnell gelesen, was ich als sehr positiv bewerte, denn es ist dennoch inhaltlich sehr dicht. Mir gefällt, wie schon erwähnt, die Kombination aus Krimi und Fantasy bestens und ich warte nur noch darauf, dass Gone als Taschenbuch erscheint.

 

Ich finde übrigens, dass dieses Lied absolut zu Janies und Cabes Beziehung passt :(

Kommentare:

  1. Das Buch hat von mir auch volle Punktzahl bekommen. Ich fand es sooo schön, v.a. mit der Liebesgeschichte zwischen Cabel und Janie, die beiden sind einfach so intensiv zusammen.

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  2. Jaaa ♥ Eine herrliche (und vollkommen unverklärte) Liebesgeschichte. Und irgendwie war der zweite Teil so richtig traurig - also, mit den Nebenwirkungen und so... da hatte ich schon Tränen in den Augen...

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  3. Fand ich auch. Gerade weil die beiden doch so zusammen gehören und so etwas besonderes zwischen sich haben, ist es doppelt tragisch T__T
    Ich weiß, du hast es noch nicht gelesen, aber mich hat die Atmosphäre in Linger sehr an Fade erinnert (auf positive Art und Weise), also auch so voller intensiver Liebe. Los, lies Linger! ;)

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