Samstag, 7. August 2010

[Rezension] Charlaine Harris, Vampirgeflüster

ISBN 978-3-423-21222-9
Euro 8,95 [D] 9,20 [A]
SFR 13,90

Serieninformation:
Vorübergehend tot
Untot in Dallas
Club Dead
Der Vampir, den ich liebte
Vampire bevorzugt
Ball der Vampire
Vampire schlafen fest
Ein Vampir für alle Fälle
Vampirgeflüster


Inhalt (lt. Rückentext):
Schwierige Zeiten für Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin: Nach den Vampiren outen sich jetzt auch die Werwölfe. Eine junge Gestaltwandlerin wird grausam ermordet - ganz in der Nähe von Merlotte's Bar, wo Sookie arbeitet. Und eine Gruppe uralter Wesen, von deren Existenz niemand etwas ahnte, rüstet sich zum Kampf...

Zum Buch:
Seit sie ihren ersten Vampir kennen und lieben gelernt hat, ist viel im Leben von Sookie Stackhouse passiert. War sie doch nur ein einfaches Mädchen, dass im Merlotte's kellnerte und hin und wieder die Gedanken ihrer Mitmenschen las, schuldet ihr nun die halbe Supra-Welt einen Gefallen. Sookies Fähigkeiten sind gefragt, denn Gedankenlesen können nicht viele und jeder versucht Sookie für seine Zwecke einzuspannen.
Und dann gibt es noch die privaten Dramen. Eric kann sich wieder an die Zeit erinnern, die er in Sookies Haus verbracht hat - in der er ein ganz anderer Mann (und Vampir) war und er und Sookie sich liebten. Das bringt so einige Probleme mit sich, denn Eric ist bereit, für Sookie zu kämpfen und die weiß nicht so recht, was sie davon halten soll. Immerhin könnten ihre Gefühle für Eric ja auch unecht sein - die Blutsbande sind inzwischen so stark, dass Sookie sie nicht mehr von ihren eigenen Emotionen trennen kann.
Zu allem Übel tauchen eines Tages zwei FBI-Agenten vor ihrer Tür auf und wollen alles über ihre Fähigkeiten wissen und ihre Schwägerin wird tot aufgefunden. Nicht lange danach stellt sich heraus, dass Sookie in größter Lebensgefahr schwebt, denn die menschenscheuste Gruppe der Supras hat es auf sie abgesehen. Und diesmal kommt die Rettung für Sookie beinahe zu spät...

Rezeption:
Wenn man sich erst einmal an die etwas schräge Kellnerin aus Bon Temps gewöhnt hat, muss man sie einfach lieben! Sookie ist ein unkonventioneller Charakter, der von einem Schlamassel ins nächste stürzt.
Auch im neunten Band der Reihe ändert sich daran nichts. Das bewährte Konzept zieht auch hier: Humor, Spannung, Erotik - und das alles in einem Tempo, das nie Langeweile aufkommen lässt.

Wie immer denkt Sookie über ihr Leben nach und wiederholt sich dabei gerne. Das stört zwar ein wenig, aber nicht so sehr, dass es den Lesespaß trüben würde. Und irgendwie macht es die Geschichte auch ein wenig realistischer - denn es würde wohl niemand einfach so hinnehmen, was Sookie passiert. Stattdessen steht sie nicht selten vorm Nervenzusammenbruch und den kann man ihr auch nicht verdenken. Aber sie hält tapfer durch und schafft es auch noch, sich um ihre Beziehungsprobleme (und der Frage, ob es sich überhaupt um eine Beziehung handelt) mit Eric zu kümmern. Der wird nämlich immer besitzergreifender und schafft es durch einen Trick, Sookie zu einer Quasi-Heirat zu zwingen. Was davon zu halten ist, wird sich wohl erst im nächsten Band herausstellen.
Doch jeder, der "Der Vampir, den ich liebte" gelesen hat, hat mit Sicherheit schon das Gefühl beschlichen, dass Sookie und Eric wie füreinander geschaffen sind. Ich für meinen Teil war mehr als traurig, als Eric sein Gedächtnis wiedergefunden hat. Jetzt aber, mit wiedergewonnenem Gedächtnis, wird Eric erst so richtig klar, dass er Sookie mit großer Wahrscheinlichkeit liebt. Er muss sie nur erst davon überzeugen (und da strengt er sich auch wirklich an). Aus seiner Haut kann er aber auch nicht hinaus - er bleibt arrogant (was ihn irgendwie umso attraktiver macht), das und sein präpotentes Macho-Gehabe treiben Sookie immer wieder mal zur Weißglut.

"Vampirgeflüster" beginnt, in gewohnter Manier, spannend. Sookie hat kaum Zeit, sich von vorherigen Erlebnissen zu erholen, denn das FBI bekundet Interesse an ihr - was den Verlust ihrer Freiheit bedeuten könnte. Und so schweigt Sookie, was ihre Fähigkeiten angeht. Zum Glück werden die Agenten bald von dem grausamen Mord abgelenkt, der in direktem Zusammenhang mit dem Outing der Werwesen zu stehen scheint. Blöd nur, dass es sich bei der Toten um die Ehefrau von Sookies Bruder handelt. Und so taucht ein Problem nach dem anderen auf und zu guter letzt steht Sookie an der Schwelle zum Tod.
Dieser Band präsentiert sich - zumindest zu Ende hin - grausamer als die Vorgänger. Das liegt vor allem an Sookies supernaturalen Verwandten, die gar nicht klein, liebenswürdig und beflügelt sind. Fragt sich, wie Sookie diesmal mit all dem Schrecklichen zurecht kommen will, das sie erlebt hat. Ich warte gespannt auf Band 10.












Zur Autorin:
Charlaine Harris hat zahlreiche Krimis sowie die Kult-Vampirserie um die gedankenlesende Kellnerin Sookie Stackhoues veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Arkansas.



Herzlichen Dank an

Kommentare:

  1. Ich habe die ganze Serie zu Hause und hoffe dass ich heuer noch dazu komme sie zu lesen, die Serie "True Blood" lieb ich ja :)

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  2. Ich hab die Serie sehr gerne ^^
    True Blood habe ich noch nie gesehen - ich hab kein Kabel und daher, naja... schade irgendwie, ich würd's total gerne ansehen.

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. http://www.youtube.com/watch?v=z3D3qhXZOfY

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  5. ARGH XD Tut mir leid, hier das eigentliche was ich schreiben wollte:

    Ich habe mal die erste Folge von True Blood gesehen und das hat mir mal GARNICHT zugesagt. Vielleicht hab ich auch Vorurteile, da diese erste Folge ziemlich langweilig war.

    Das Buch hört sich definitiv gut an, werde ich, glaub ich, noch mal lesen. Muss aber von vorn anfangen xD

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  6. Huhu!
    Wenn ich deine Rezension so lese, kriege ich doch Lust, die Reihe noch einmal in die Hand zu nehmen. Ich schaue die Serie, die sicherlich etwas vom Buch abweicht (habe mich bislang vom üblichen Gezeter zwischen Buch- und TV-Fans ferngehalten), sehr gerne, hatte aber weit vor deren Start die Bücher beiseitegelegt, weil Sookie und ich nicht miteinander warm wurden. Warum? Keine Ahnung. Aus heiterem Himmel sozusagen. Sie stehen hier im Schuber, auf Englisch, und schauen mich fragend an. Vielleicht wage ich es doch noch einmal :-)

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  7. @Sinje: Wie gesagt, man muss mit Sookie erst warm werden, da sie doch ein etwas gewöhnungsbedürftiger Charakter ist und auch der Schreibstil ist eher unkonventionell. Aber sobald man das geschafft hat, kann man gar nicht mehr aufhören :D Bei mir war's spätestens nach dem zweiten Buch so weit.

    @Pia: Zur Serie kann ich eben nix sagen xD

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  8. Eigentlich mag ich gewöhnungsbedürftige Charaktere, die man nicht auf Anhieb liebt. Ich habe eine Ewigkeit für den ersten Band gebraucht. Das Schlimme ist, dass ich sonst immer erklären kann, warum ich mit einem Buch nicht warm werde, nur in diesem Falle bin ich rat- und erklärungslos. Ob zwischen mir und Sookie mysteriöse Kräfte :-) stehen?
    Bisher habe ich aber immer allem eine Chance gegeben, und was einmal gekauft im Schrank steht, kommt auch irgendwann dran.

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  9. Ah, ich wusste gar nicht, dass du auch ein Sookie Stackhouse Fan bist! Ich lese die Bücher auf Englisch und habe somit auch schon Nummer 10 durch *.*

    Ich finde es übrigens toll, dass du dieses hier gut findest - mit der Meinung stehe ich in den meisten Foren nämlich ganz alleine da xD


    Was die Serie betrifft, so fand ich die ersten Folgen nicht sonderlich gut, aber spätestens ab der Mitte der ersten Staffel macht sich dann der Suchtfaktor bemerkbar und mittlerweile kann ich gar nicht mehr ohne. Allerdings ist TB etwas ganz eigenständiges und hat nicht viel mit den Handlungen der Bücher zu tun. :)

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  10. Jaaa :) Irgendwann bin ich mal drübergestolpert und dann konnte ich nicht mehr aufhören... :D
    Und wie ist der 10.?

    Ich hab schon mitbekommen, dass Fans nicht so begeistert waren, weil Sookie zu viel jammert usw. Aber wie ich geschrieben hab: Ich finde es so irgendwie glaubwürdiger... naja, deren Pech, wenn sie es nicht genießen konnten :D

    Irgendwann werde ich sie mir anschauen...
    Apropos... Vampire Diaries ist ja auch so ein Fall, da steh ich auch auf die Serie, aber die hat halt auch nicht unbedingt viel mit den Büchern zu tun (Grundidee stimmt schon, aber dann beginnt's damit, dass Elena im Buch eigentlich blond ist ...)

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  11. Genauso war es auch bei mir. Ok, die ersten Bände wollten noch nicht so richtig gefallen, aber ab Band 3 (ja, ich bin Team Eric! ♥) wars dann schließlich um mich geschehen :D

    Ich glaube, wenn man die Bücher nur liest um sie zu lesen, dann kann Sookie wirklich eine richtige Nervensäge sein. Wenn man sich allerdings in die Handlung und dann auch in Sookie hineinversetzt, wird das Gejammer zu einer ganz logischen Folge der Ereignisse und das macht sie irgendwo auch greifbarer.

    Und wer sich bei Band 9 bereits über Gejammer beschwert, wird Band 10 wahrscheinlich in die Ecke schmeißen. Ok, so schlimm wird es dann doch nicht sein, aber bereits das Ende vom 9. Buch verspricht, dass es für Sookie nicht leicht werden wird. Sie hat sich verändert, ist nicht mehr die unbeschwerte Kellnerin, die wir kennen, sondern wirkt teilweise kühl und skrupellos. Genau wie bei Band 9 finde ich aber, dass dieses Verhalten völlig nachvollziehbar und glaubwürdig ist. Und Eric kümmert sich rührend um sie *.*


    Bei TB wurde noch einiges mehr geändert, als bei VD. Die Hauptcharaktere stimmen zwar und die Grundhandlung auch, aber alles andere ist völlig neu. So taucht in der zweiten Staffel die Menade auf und zieht die ganze Stadt in ihren Bann, woraufhin sie alle Teilnehmer einer Orgie werden und/oder zu Mördern. Außerdem haben sie dann mal einfach Godric zu Erics Schöpfer gemacht, Bubba vergessen, Tara in ein aggressiven Sexjunkie verwandelt, Jason von Vampirblut abhängig gemacht und noch vieles mehr. xD

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  12. Yeah, man muss einfach Pro-Eric sein :D Ich liebe ihn ♥ (genauso wie Kisten aus der Rachel-Morgan-Reihe von Kim Harrison ♥)

    Klingt, als wäre auch der nächste Teil spannend :D

    Wie kann man nur Bubba vergessen! Der ist doch der heimliche King (xD) der Serie! Er und seine Vorliebe für Katzen...

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  13. Ganz meine Meinung. Eric ist einfach ein Traum - skrupellos, arrogant, sarkastisch und dennoch macht er niemals ein Geheimnis aus den Dingen (anders als Bill), sieht Sookie als starke Frau an (ebenfalls anders als Bill xD) und außerdem hat der Wikinger Humor (und nochmal: anders als Bill *g*)!

    Ich fand ihn ziemlich spannend, ja - vor allem, weil er ein wenig anders war. Und die Frage, warum Eric nicht zu Sookies Rettung kam wurde geklärt! *.*

    Unfassbar, hm? Kein Bubba im Wald, der lieber eine Katze leer trinkt, als sich an True Blood zu wagen und auch kein Bubba, der Sookie und Eric im Schlafzimmer erwischt (die Szene gibt es eh nicht :( ) und ebenfalls kein Bubba, der mal eben eine Leiche im Schrank versteckt. Null, kein King!
    Dafür aber einen Eric, der absolut anbetungswürdig ist! Alexander Skarsgard - der Mann meiner Träume (die ich sowohl Nachts als auch tagsüber habe *g*) :D

    Das hier ist übrigens mein liebstes Fanvideo von Sookie+Eric ♥
    http://www.youtube.com/watch?v=GveUjPdOo3w

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  14. Das Video ist ja der Hammer! ♥

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