Mittwoch, 25. August 2010

Die Monotonie unter den Fantasy-Covern (zweiter Nachtrag)

Langsam würde ich mir ja wieder mal innovativere Cover wünschen... Inzwischen lässt sich in der Urban-Fantasy ja ein gewisses Gleichmaß finden - zumindest bei den Covern der Übersetzungen.
Man vergleiche:

Hier gefällt mir das englische Original um Längen besser.
Besonders traurig: In der deutschen Version wurde nicht mal die Frau von einem anderen Blickwinkel fotografiert - das Bild ist einfach vollkommen recycelt.

Obwohl mir die von Marjorie M. Liu ja noch ganz gut gefallen...
Hier noch ein Nachtrag: Bei dieser Reihe hat sich der Verlag erst später entschieden, auf Mainstream zu machen --> Cover Band 1 <--





Ich könnte noch massenhaft weitere Beispiele posten, doch ich denke, es ist klar, worauf ich hinaus will: Wann ist die Grafikabteilung auf Urlaub gegangen?
Das Selbe lässt sich übrigens auch bei YA-Fantasy-Romanen anwenden, die zumeist à la Twilight daher kommen.

Marketing, schön und gut, aber irgendwann ist auch das ausgelastet. Oder was meint ihr dazu?

Im Endeffekt kommt es zu der Frage: Wo bleibt da die Liebe?

Kommentare:

  1. Sehe ich genau so! Tolle, wirklich individuelle Cover wie von Splitterherz findet man nicht mehr so oft.

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  2. Genau meine Meinung! Das hat mich auch bei "Magyria" so geärgert, weil das Buch gerade wegen des Covers überhaupt nicht heraussticht. Dabei steckt so eine tolle, individuelle Geschichte drin. -.-

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  3. Die Cover zur Jeaniene-Frost-Reihe finde ich besonders schade, weil sie so gar nichts mit Cat gemein haben. Mir fehlt da einfach Cats Biss.
    Bei Christine Feehan kriege ich im Original (zumindest bei manchen Ausgaben), ehrlich gesagt, das Grausen, da gefallen mir die deutschen Cover ausnahmsweise mal besser, vor allem die neuen Karpathianer-Cover.
    Ansonsten ist doch ein gewisser Trend zur Uniformität festzustellen, da gebe ich dir recht :-)
    YA ignoriere ich ja momentan, da fällt mir das nicht so auf.

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  4. Genau! Schön dass das jemand mal anspricht. Man könnte die Bücher um so viel besser und individueller gestalten lassen. Mir kommt es schon seit längerem so vor als würden sich die Grafiker gar keine mühe mehr geben :/

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  5. Also ich mag es wenn eine Buchreihe (also Mehrteiler) ein ähnliches, aber NICHT gleiches Cover haben (nicht so wie das erste Beispiel, wo sogar die gleiche Frau drauf ist). Das macht sie irgendwie zusammengehörig. Aber wenn es verschiedene Buchreihen sind, die gar nix miteinander zu tun haben bevorzuge ich auch die abwechslungsreicheren und vorallem ansprechenderen Cover. Die Tribute von Panem zum Beispiel haben mich vom Cover her überhaupt nicht angesprochen, weil es einfach dieses Typische "ich-mach-mal-ein-Gesicht-drauf-dann-kaufen-es-sicher-alle-Cover" hat. Diese Bücher heb ich im Buchladen schon gar nicht mehr hoch. Aber ohne Zweifel ist Panem doch in ganz tolles Buch, das ich wirklich verschlungen habe.
    Ich bin also auch für mehr Abwechslung im Cover-Bereich!

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  6. Irgendwann ist ja mal dieser Trend zum "Frau auf dem Cover" aufgekommen. Der hält sich nun schon eine ganze Weile, bisher hat er mich nicht so gestört, da ich doch nur wenige Bücher mit einem solchen Cover besitze. Aber wenn man mal die Menge ansieht und dann auch noch nebeneinander...
    Schön und gut, Reihen sollten meiner Meinung nach immer irgendwie einen roten Faden im Cover haben, aber das geht schon etwas zu weit. Ob das wohl Sparmaßnahmen in der Covergestaltung sind??

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  7. Ich denke, das ist einfach für's Marketing, auf die Devise: was der Mensch kennt, kauft er auch.
    Aber langweilig ist es jetzt schon seit einiger Zeit... Zum Glück gibt es immer noch schöne, eigentständige Covergestaltungen wie Splitterherz, Die Edelstein-Trilogie usw.

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  8. Was die Bücher von Jeaniene Frost betrifft, muss ich Sinje Blumenstein zustimmen. Im Original nehmen sie Bezug auf Cat, die Handlung und auch auf die Entwicklung, wohingegen die deutschen Cover nichts aussagen außer "wir reihen uns in eine lange Liste von Einheitsbrei ein".

    Genauso könnte ich mich allerdings über die Titel aufregen. Auch hier gibt es wieder so einen Einheitsbrei, der aus "Gefährtin, Kuss, Dämmerung, Nacht, Geliebte" und noch einigen anderen ähnlichen Begriffen besteht.

    Da weiß man manchmal schon gar nicht mehr, welches Buch nun zu welcher Reihe gehört - schade.

    Ich habe ja fast den Eindruck, als würden die netten Leute mit den kreativen Köpfen glauben, die Bücher würden sich hier zu Lande besser verkaufen, wenn sie irgendwie "Hallo, hier wirds erotisch und heiß" schreien ... xD

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  9. Wo Aiyana von den Titeln spricht ... Ich stelle fest, dass ich mir mittlerweile schon keine deutschen Titel mehr merken kann und die ganzen Reihen durcheinanderwirbele bei den vielen zwielichtigen Gefährtinnen der Schatten.
    Gegen einen roten Faden innerhalb einer Reihe habe ich nichts, und eigentlich mochte ich diese Frauenkopf über City-Variante immer ganz gerne. Nur scheint es offenbar zu wenig Frauengesicht-Material zu geben, sodass dieselbe Dame für verschiedene Bücher herhalten muss. Dasselbe gilt für die City und die unumgänglichen Fledermäuse.
    Ihr Fotografen dieser Welt sorgt für neuen Stock!!!
    Auch nervt mich dieser Tätowierungstrend, ganz gleich, ob die Protagonisten des Romans in irgendeiner Form gekennzeichnet sind.

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  10. Wenn es dich "tröstet", der amerikanische Markt ist auch nicht sehr viel besser:

    http://www.orbitbooks.net/2010/08/16/the-chart-of-fantasy-art-part-one/

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  11. Also für jemanden wie mich, der sich in diesem Genre nicht auskennt, sieht das alles total gleich aus! Ich hätte wirklich Schwierigkeiten, das zu unterscheiden - überall dasselbe: Frauengesicht/Skyline/Vögel (gabs da nicht auch mal Fledermäuse?)
    Jetzt frag ich mich natürlich, ob die Bücher vom Inhalt her auch so verwechselbar sind wie die Covers...

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  12. Ja, die Titel sind leider auch sehr ähnlich. Fällt besonders auf bei Meredith Anne Pierce "The Darkangel Trilogy: The Darkangel (1), A Gathering of Gargoyles (2), The Pearl of the Soul of the World (3)", das nächstes Jahr bei Heyne erscheint. Vor etwa einem Monat sollte es "Engel der Nacht" heißen, da der Name jetzt wohl etwas überreizt wird, wurde der Titel in "Gefangene des Engels" umbenannt. Tjaja...

    Natürlich gibt es auch bei englischen Covern viele Ähnlichkeiten, aber ganz so monoton sieht es da nicht aus. Die lassen sich öfter noch was einfallen.

    @evi: Eben nicht! Oft sind die Geschichten grundverschieden und hinter den banalsten Covern versteckt sich eine wundervolle Geschichte (So gerade Nalini Singh's Guild Hunter - die ersten Bilder).

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  13. Es ist wirklich schade. Ich mag es ja auch, wenn es innerhalb einer Reihe auch deutlich wird, dass die Bücher zueinander gehören. Und im Grunde mag ich es auch, wenn man Bücher eines Autoren wiedererkennt (Darren Shan hat z.B. bei den englischen Ausgaben immer diesen einen Schriftzug für seinen Namen, nur ein Symbol ändert sich je nach Thematik der Reihe/des Buches). Aber wenn alles irgendwie abgepinselt wird, ist das auch nicht mehr lustig.

    Allerdings gibt es selbst bei diesem Konzept (Dame oben/an der Seite, Skyline drunter usw.) auch immer mal ein paar Sachen, die wenigstens besonders hübsch aussehen (Geschmackssache wohlgemerkt) und wenigstens für einige noch herausstechen. Aber ansonsten ... Inzwischen guck ich bei Gesichtern auch eher vorbei, als dass ich mich weiter dafür interessieren würde.
    Richtig blöd wird's, wenn die Bearbeitung auch noch schlecht wird oder die Köpfe (bzw. was von ihnen bleibt) als einziges Element des overs eher computergemacht wirken.

    Bleibt nur zu hoffen, dass es bald mal wieder Abwechslung gibt. Oder wir schleusen uns alle in den BEreich ein und revolutionieren das Ganze ;D

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  14. Was mir grad noch auffällt: Falls die 4 Bücher von M M Liu eine Reihe sind, haben die bei den Titeln etwas gemurckst - die ersten 2 sind auf englisch (Tiger Eye und Shadow Touch), die andern 2 auf deutsch?

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  15. @Fani: Jap, Teil 1 und 2 heben sich vom Cover zusätzlich auch noch von den anderen ab.

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  16. Frag mich echt, was sie sich dabei gedacht haben. Ist mir unerklärlich.

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  17. Top! Man läuft durch den Laden und weiß eigentlich nicht mehr, ob man das Buch jetzt schon mal in der Hand hatte und den Klappentext gelesen hat, oder nicht. Langweilig. Völlig einer Meinung! (; Liebste Grüße, heute mal aus Hamburg!

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  18. Ganz genau, Johanna! Geht mir auch öfter so :D

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  19. "Fällt besonders auf bei Meredith Anne Pierce "The Darkangel Trilogy: The Darkangel (1), A Gathering of Gargoyles (2), The Pearl of the Soul of the World (3)", das nächstes Jahr bei Heyne erscheint. Vor etwa einem Monat sollte es "Engel der Nacht" heißen, da der Name jetzt wohl etwas überreizt wird, wurde der Titel in "Gefangene des Engels" umbenannt. Tjaja...
    Zwei Bücher der Darkangel-Trilogie gibts auch jetzt schon auf Deutsch –  Band 1 hieß in der Erstauflage tatsächlich "Engel der Nacht". Nachdem die Heyne-Leute angesichts der ewig gleich klingenden Buchtitel offenbar sogar selbst den Überblick verloren und gleich zwei aktuellen Büchern diesen Titel verpasst haben, hat man sich letztendlich dann wohl entschieden, dem Fitzpatrick-Buch (mit dem größeren Verkaufspotential?!) den Titel zu überlassen. Gut, dass der Titelschutz in diesem Fall nur innerhalb der Verlagsgruppe missachtet wurde! ;)

    Was die gleichförmigen Cover angeht: Darüber echauffier ich mich ja auch regelmäßig im Zusammenhang mit meiner »Druckfrisch«-Rubrik! Mir leuchtet natürlich der Sinn dahinter ein und die Wirksamkeit ist unbestritten, aber ein bisschen mehr Individualität wär trotzdem wünschenswert.

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  20. Ich finde die Cover der Bücher:
    - Blutrote Küsse
    - Kuss der Nacht
    - Gefährtin der Dämmerung
    von Jeaniene Frost wirklich sehr hübsch.

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