Freitag, 23. Juli 2010

[Rezension] Gerd Ruebenstrunk, Arthur und die vergessenen Bücher

Ab 10 Jahren / 384 S.
Goldfolienprägung, Mit sw-Illustrationen, Lesebändchen
21,5 cm x 15,0 cm
16,95 € [D]
17,50 € [A], CHF 29,90
ISBN 978-3-7607-3628-0


Inhalt (lt. Rückentext):
Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen...
...von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle "Buch der Antworten" finden, bevor es in falsche Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna - immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der Vergessenen Bücher...

Zum Buch:
In der Nähe von Büchern hat Arthur sich immer schon wohl gefühlt. Deswegen verbringt er seine Freizeit in der Buchhandlung des Bücherwurms und beschäftigt sich dort mit allen möglichen Büchern. Als der Bücherwurm Arthur vorschlägt, im Sommer für ihn zu arbeiten, stimmt Arthur sofort zu. Von da an wohnt er in den Sommermonaten im Haus des Bücherwurms, in dem auch dessen Nichte Larissa lebt, mit der Arthur nicht so recht umzugehen weiß. Sie ist zwar so alt wie er, doch Gemeinsamkeiten sind keine in Sicht.
Obwohl Larissa in einem Haus voller Bücher aufgewachsen ist, interessiert sie sich nur mäßig für diese und experimentiert lieber herum, lernt Schlösser-Knacken und Computer hacken. Arthur versucht auch immer wieder, ihrem nie enden wollenden Redeschwall auszuweichen. Das funktioniert ganz gut, bis ein seltsamer Mann in die Buchhandlung kommt und Arthur den Bücherwurm am nächsten Tag gefesselt in dessen Büro findet.
Der Bücherwurm bittet Arthur für ihn nach Amsterdam zu fahren, um einer Spur nachzugehen. Und Larissa soll ihn begleiten. Obwohl Arthur sich besseres vorstellen kann, als allein mit Larissa zu reisen, fühlt er sich verpflichtet, zuzustimmen. Erst nach und nach erfährt Arthur, worum es bei seiner Reise eigentlich geht und wie gefährlich das Wissen um die vergessenen Bücher ist...

Rezeption:
Arthur und die vergessenen Bücher ist definitiv die Art von Jugendbuch, die ich liebe. Die Idee ist gut, die Geschichte spannend geschrieben und nebenbei lernt man auch noch das eine oder andere.
Gerade für Buchliebhaber ist dieses Buch geeignet, schließlich geht es um Bücher - alte, verschollene und vergessene Bücher. Dabei hat sich Ruebenstrunk wirklich etwas einfallen lassen. Schnell taucht man in eine geheimnisvolle Welt voller Mysterien ab, in der Bücher geschützt werden müssen, weil sie zu mächtig sind und Bewahrer seit Jahrhunderten dafür verantwortlich sind.

Arthur ist der Ich-Erzähler und ein sehr sympathischer noch dazu. Er ist ein Skeptiker und kann Larissas Optimismus oft nichts abgewinnen. Dabei denkt er aber sehr rational und kommt auf manch gute Idee. Seine manchmal etwas grummelige Art hat mich stellenweise direkt angesprochen (vor allen Dingen seine morgendliche Übellaunigkeit...), ebenso wie seine Weigerung, alles einfach hinzunehmen wie es ist - Arthur ist jemand, der lieber hinterfragt. Auf seiner Reise lernt er allerdings bald, dass man nicht auf alles eine Antwort finden muss und es manchmal reicht, seinem Gefühl zu vertrauen.
Hier ist ihm besonders Larissa eine Hilfe, die sich zwar in ihrer überschwenglichen Art manchmal recht unbesonnen benimmt, Arthur aber hilft über Selbstzweifel und Skepsis hinwegzukommen.
Während Arthur und Larissa von Deutschland nach Amsterdam und von dort wiederum nach Bolognia reisen, lernen sie auch einige interessante Gestalten kennen. Denn die Freunde des Bücherwurms sind natürlich selbst Buchhändler und Antiquare und leben für die Leidenschaft zum geschriebenen Wort. Hin und wieder musste ich Lächeln bei dem Gedanken an eine Gruppe von angestaubten Antiquaren, die kein Halten kennen, wenn es um die vergessenen Bücher geht.

Die Geschichte bleibt durchgehend spannend, wie es bei einem Jugendbuch sein sollte. Gemeinsam mit Arthur und Larissa macht man sich auf eine aufregende Reise, deren Ziel unbekannt ist. Neben dem ansprechenden Erzählstil und der packenden Handlung, überzeugen vor allen Dingen die liebevoll gezeichneten Figuren, die sich perfekt in das Gesamtbild einfügen.
Das Rätsel um die vergessenen Bücher wird in diesem ersten Band noch nicht gelöst. Stattdessen kann man sich auf genauso fesselnde Folgebände freuen.


Zweiter Teil:
Arthur und der Botschafter der Schatten ist schon erschienen.

Zum Autor:
Steckbrief Gerd Ruebenstrunk

- 1951 geboren in Gelsenkirchen
- studierte Lehramt, Psychologie und Pädagogik
- lebt mit seiner Familie in Duisburg
- arbeitet hauptberuflich als PR-Autor für Unternehmen und
Kommunen sowie als freier Werbetexter und Konzepter für
Agenturen und Unternehmen
- mag Reisen und Sprachen
[Quelle]



Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Kommentare:

  1. Gehört nicht hierher ist mir aber egal: Welch ein hübsches Bild von dir, mein Schatz! Wirklich, ich habe mich neu verliebt! ;P <3 Musste ich loswerden, entschuldige!

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  2. +lol+ Dankeschön :D Deines gefällt mir übrigens auch seeehr gut. Die roten Haare sind einfach so typisch ^^

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  3. Die roten Haare sind schon eine Weile Geschichte, und dieses Bild schon ziemlich alt. ^^
    Du, auf deinem Sub liegt ein Buch von Brent Weeks, Der Weg der Schatten... liegt das weit oben, oder liest du es nicht in näherer Zeit? Warum hast du es dir gekauft und was denkst du im Vorhinein darüber?
    Merci, Schatz! ^^
    Johannalein

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  4. Oho, dann brauch ich mal ein neueres! Ist ja lang her, dass wir uns gesehen haben.

    Jop, liegt leider schon länger da, aber ich möchte es sehr gerne lesen. Weil ich ja auf Assassinen stehe und die Geschichte wirklich vielversprechend klingt. Ich würde sagen, es liegt so mittig - kann sein, dass ich es in den nächsten Monaten lese.

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