Samstag, 17. April 2010

[Rezension] Julia Talbot, Dämonenherz



Erschienen: Februar 2010
ISBN-10: 3-547-71165-7
EAN: 9783547711653
Einband: gebunden
Erschienen bei: Verlag Marion von Schroeder
Seitenzahl: 396

Inhalt (lt. Rückentext):
Als Anna sich in den schönen, geheimnisvollen Carl Weller verliebt, ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Denn Carl darf nicht lieben. Um Macht und Reichtum zu erlangen, hat er vor Generationen seine Seele einem Dämon versprochen. Kann er erlöst werden? Kann Anna ihn und sich retten?

Zum Buch:
Anna Sternberg hat es nicht immer leicht gehabt im Leben. Pech in der Liebe und Pech im Beruf. Sie weiß nicht, wie sie ihre Rechnungen bezahlen soll und ihre kleine PR-Firma geht langsam aber sicher den Bach runter. Anna ist verzweifelt - und sie ist bereit, alles zu tun, um ihr Leben zu verbessern. Eine solche Chance sieht sie gekommen, als ihre ehemalige Schulkollegin Sandrine Anna darum bittet, ein PR-Konzept für ihre Gallerie auszuarbeiten. Guter Dinge und mit einem ausgefeilten Konzept begibt sich Anna zu Sandrine, nur um eine herbe Enttäuschung zu erfahren. Denn die unsympathische Sandrine hat nicht vor, Anna zu bezahlen - stattdessen bringt sie Anna dazu, ihr das Konzept als Freundschaftsdienst zu überlassen. Überrumpelt und enttäuscht trifft sich Anna mit ihrer besten Freundin Vicky in einem Café. Und das ist auch der Ort, an dem sie Carl Weller das erste Mal sieht.
Augenblicklich fühlt sie sich zu dem erfolgreichen Geschäftsmann hingezogen und beinahe gegen ihren Willen spricht sie ihn an und arrangiert die Möglichkeit auf den Job ihres Lebens. Ein nächtliches Treffen mit dem doch recht von sich überzeugten Weller führt zum Unvermeidlichen: Sie verbringen die Nacht miteinander und im Laufe dieser Nacht fallen Anna Dinge an Weller auf, die ihr nicht ganz normal erscheinen...

Rezeption:
"Dämonenherz" war tatsächlich sehr angenehm zu lesen. Der Stil ist flüssig und die Handlung geht stetig voran. Längen gibt es im Grunde keine - das wird schon durch die deutlich spürbare sexuelle Spannung zwischen Anna und Carl Weller verhindert.
In Anna findet man einen glaubwürdigen Charakter. Das Leben mit seinen Tücken hat ihr Selbstbewusstsein angeschlagen und so fühlt sie deutlich den Unterschied zwischen sich und erfolgreichen Personen wie Sandrine und Weller. Sie zweifelt an sich und an anderen, doch ihr gutes Herz lässt sich schnell entdecken. Ihre Familie und ihre Freundin Vicky bedeuten Anna alles und aus deren Liebe und Freundschaft schürt sie ihre Kraft und gerade ihr verwitwerter Vater gibt ihr Anlass, nicht aufzugeben. Ihre Begegnung mit Carl Weller bringt eine andere Seite in ihr zum Vorschein und sie bemerkt schon bald, dass sie ihr Leben nicht so gelebt hat, wie sie es hätte können.
Carl Weller ist Annas Gegenpart - und das ganz deutlich. Wo sie herzensgut und unsicher ist, ist er egoistisch und arrogant. Doch genau wie Anna trägt auch er sein Äußeres eher wie eine Maske. Unter all dem Gebaren steckt ein gebeutelter Mann, der vieles aufgeben musste und im Grunde nur nach Erlösung sucht. Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass er seine Zukunft wegen eines unvermeidbaren Zwischenfalls aufgegeben hat - und das, was ihn zum Egoisten und Alleingänger macht, hat er durch eine einzige altruistische Tat hervorgerufen.
Blickt man dann aufs größere Bild, erkennt man doch einige altbekannte Muster: Heldin, Held, Bösewicht und ein paar unterstützende Freunde. Und die Liebe, die all das wie Kleber zusammenhält. Kommt bekannt vor - zieht aber immer noch gut. Wer also nichts dagegen einzuwenden hat, kann einige sehr interessante Dinge erleben. Von Vampiren bleiben wir auch in diesem Roman verschont, aber etwas Übernatürliches muss es natürlich sein - schwer zu erraten ist es nicht, aber die Autorin hat daraus auf jeden Fall einiges Neues herausgeholt.

Ein klassischer fantastischer Liebesroman mit viel erotischer Spannung, aber auch einer abwechslungsreichen ambivalenten Beziehung und interessanten Elementen.

4 von 5 Punkten. Dieser Roman hält genau das, was er verspricht und ist bestens geeignet für jene, die über die große Liebe in gefährlichen Umständen lesen wollen.

Zur Autorin:
Julia Talbot wuchs in Frankfurt a.M. auf. Die geheimnisvolle und leidenschaftliche Welt der Dämonen fasziniert sie seit ihrer Kindheit. Heute lebt sie als freie Autorin in Berlin.



Herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an

Kommentare:

  1. Klingt gut! Sicher ein super Zwischendurch-Buch. Und Gott sei Dank keine Vampire! :D

    AntwortenLöschen
  2. Das Buch ist der hamma !

    AntwortenLöschen